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Aktuelle Grenzen und zukünftige Chancen
Das Potenzial und die bisherigen Grenzen dieses Konzeptes wurden anhand von Vorversuchen mit einer variablen Werkzeugelektrode ohne Aktuierung demonstriert. Es konnte gezeigt werden, dass die Bündelung von Werkzeugelektroden-Einzelsegmenten nur geringfügige Abweichungen im Vergleich zu den Ergebnissen mit einer Senkelektrode aus Vollmaterial aufweist. Der zeitliche Vorteil, welcher aus den eingesparten Fräszeiten tFräs und Rüstzeiten tR resultiert, überwiegt den bisher noch bestehenden Nachteil der prozessbedingten Streuungen σ.
Die Vorteile der Innenspülung beim funkenerosiven Senken können durch gezielte technologische Untersuchungen herausgearbeitet werden. Der prozessfördernde Effekt wurde vor allem bei tieferen Kavitäten deutlich.
Zukünftig werden im Rahmen von öffentlich geförderten Projekten eine Aktuierung sowie ein Downscaling der Werkzeugelektroden-Einzelsegmente, eine Technologieoptimierung zur Steigerung der Prozessreproduzierbarkeit, eine Optimierung der Spülbedingungen sowie der Einsatz schwer zerspanbarer Werkzeugwerkstoffe umgesetzt. MM
Literatur:
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