Maschinenbedienung

Neues Handbediengerät erleichtert das Einrichten von Werkzeugmaschinen

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Bild 2: Das Handbediengerät Sinumerik HT 2 ist mit einem Schutzkragen versehen und nach IP 65 abgesichert. (Archiv: Vogel Business Media)

Sogar wenn das Handheld Terminal ungünstig auf den angesteckten Schlüssel fällt, haben sich die Entwickler etwas Einfaches, aber Effektives einfallen lassen: Der Schlüssel hat eine Sollbruchstelle – es bricht also nicht das Schloss, sondern der Schlüssel. Und der ist problemlos austauschbar.

Die Mobilität ist beim neuen Siemens-Handheld dank seiner Ethernetfähigkeit weiter verbessert: Mit seinem Basis-Anschlussmodul lässt es sich im Schaltschrank und über IP65-Anschlussboxen an jedem beliebigen Ort an die Werkzeugmaschine anschließen. Mit den Boxen ist sogar ein störungsfreies Stecken und Ziehen des HT 2 bei laufendem Betrieb möglich, ohne dass ein Not-Halt ausgelöst wird. Das Bediengerät selbst kann mit einem Haftmagnet oder einer Halterung an beliebigen Stellen befestigt werden.

Bewegungsfreiheit für den Bediener dank langer Kabel

Je nachdem, welche Wege der Bediener mit dem Handgerät zurücklegen muss, lassen sich auch die Kabellängen anpassen: Längen von 2 bis 25 m stehen zur Verfügung. Ein 1,5 m langes Spiralkabel, das auf 3,5 m dehnbar ist, steht darüber hinaus zur Verfügung. Ändern sich die Anforderungen an das Kabel, ist ein Austausch jederzeit problemlos durch den Endanwender ohne Spezialwerkzeug möglich.

Die neuen Anschlusskabel sind biegefest, löse- sowie schmiermittelresistent und standardisiert. Daher lassen sie sich auch für das große Sinumerik HT 8 verwenden. Im Hinblick auf den Energieverbrauch erzielten die Siemens-Techniker bei dem neuen Handheld Terminal weitere Fortschritte: Die ohnehin geringe Leistungsaufnahme von 6,2 W des Vorgängermodells wurde nochmals mehr als halbiert auf 2,5 W.

Bedienkomfort des Handbediengeräts erhöht Produktivität

Das Sinumerik HT 2, das für die Verwendung mit der jüngsten Generation der CNC Sinumerik 840Di sl und 840D sl ausgelegt ist, bedeutet also für Maschinenbediener und Unternehmen einen großen Schritt nach vorn: Durch den hohen Bedienkomfort können die Anwender länger und damit produktiver und zuverlässiger an der Maschine arbeiten; dank des geringen Energieverbrauchs schont es zusätzlich die Umwelt.

Dipl.-Ing. Björn Frerking ist Produktmanager Sinumerik HMI bei der Siemens AG, Drive Technologies in Erlangen.

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