Meteor-Projekt Neues Werkzeugmaschinen-Konzept bringt mehr Flexibilität in die Serienfertigung
Eislingen (bk) – Flexibel, anpassungsfähig, belastbar und dynamisch – das sind Eigenschaften der Werkzeugmaschine von morgen, die bereits bei Ex-Cell-O zu bestauen war. Weil die bisherigen Werkzeugmaschinen der Dynamik der Produktion nicht mehr gerecht werden, entwickelten Ingenieure im Rahmen des Verbundprojektes „Meteor“ eine wandlungsfähige, modular aufgebaute Werkzeugmaschine.
Anbieter zum Thema
Die Werkzeugmaschine auf Basis des Ex-Cell-O-Bearbeitungszentrums XG 242 kann, vergleichbar einem Chamäleon, schnell an veränderte Produktionsbedingungen angepasst werden. Das umfasst Fertigungsverfahren und Werkzeuge ebenso wie Werkstückspannmittel und Messsysteme. Standardisierte Schnittstellen sorgen für einen schnellen und problemlosen Austausch der Module.
Neue Module machen Fertigung flexibel
„Ändern sich die Fertigungsbedingen, können für die Meteor-Maschine erforderliche Module, Werkzeugsysteme, Spindeln und Achsen zugekauft und eingewechselt werden“, erläutert Projektkoordinator Dr. Markus Stanik, Konstruktionsleiter Spezialmaschinen der Ex-Cell-O GmbH in Eislingen.
Im Grundaufbau können Verfahren wie Drehen, Hartdrehen, Schleifen, Laserhärten, Schweißen, Honen, Entgraten, Reinigen, Trocknen sowie Messsysteme integriert werden. Der Meteor-Baukasten umfasst Module mit Revolvern und Schwenkachsen, lineare- und horizontale Bearbeitungsmodule sowie Spindelmodule.
Bearbeitungszentrum wird etwa 30% billiger
„Für die Meteor-Maschine spricht nicht nur ihre sehr hohe Flexibilität“, betont Stanik, „sondern auch ihr Preisvorteil von etwa 30% im Vergleich zu herkömmlichen Bearbeitungszentren.“ Freilich, noch bleibt viel zu tun übrig, um dieses stählerne Chamäleon serienreif zu machen. Ein nächster Schritt könnte sein, die Werkzeugmaschine unter rauen Produktionsbedingungen einer harten Bewährungsprobe zu unterziehen.
(ID:236056)