Thyssen-Krupp Stainless Nickelpreis verändert Edelstahlmarkt
Der Nickelpreis hält den Edelstahlmarkt in Bewegung. Steigt er, wie im vergangenen Jahr, als Stahlhersteller für 1 t des Legierungselements bis zu 50000 Euro zahlen mussten, wird Edelstahl teuer. Händler und Service-Center bleiben auf ihren Lagerbeständen „sitzen“. Inzwischen sank der Tonnagepreis auf unter 30000 Euro.
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Das ist immer noch hoch; die Nachfrage nach Flachprodukten auf dem Edelstahlmarkt hat sich jedoch zumindest in Europa erholt. Das schlägt sich in den Auftragsbüchern des Herstellers Thyssen-Krupp Stainless nieder. Seit Ende des vergangenen Jahres steigen wieder deutlich die Buchungen.
Auf dem „Ideenpark 2008“ in Stuttgart, auf dem der Flachprodukthersteller jungen Menschen einen Einblick in das große Anwendungspotenzial von Edelstahl-, Nickelbasis- und Titanlegierungen gab, wurden im Rahmen einer Pressekonferenz die Gründe dafür offengelegt: hohe Innovationsbereitschaft und schnelle Marktreaktion. Beides ist mit Edelstahl möglich.
Ferritische Legierungen ersetzen austenitische Legierungen
So bietet Thyssen-Krupp Stainless verstärkt ferritische Legierungen an, die aufgrund des Wegfalls von Nickel als Legierungselement mehr Preisstabilität. Jedoch ist deren Umformbarkeit eingeschränkt, weshalb man nun einen austenitischen Edelstahl mit reduziertem Nickelgehalt entwickelte: die Legierung Nirosta 4640. Im Vergleich zur Standardlegierung 4301 habe er sehr ähnliche Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften, wie man anhand von Diagrammen deutlich machte.
Die hohe Austenitstabilität, für die überweise ein hoher Nickgehalt verantwortlich ist, wurde durch Steigerung der Legierungsanteile bei Kupfer und Mangan erreicht. Dennoch werden Preisschwankungen bei Nickel weiterhin den finanziellen Spielraum bei Edelstahl beeinflussen. „Unsere Produkte atmen mit dem Nickelpreis“, resümierte Dr. Michael Rademacher, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Thyssen-Krupp Stainless AG, Duisburg, auf der Pressekonferenz.
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