Mensch-Roboter-Kollaboration Sichere Mensch-Roboter-Interaktion

Autor / Redakteur: Pascal Staub-Lang und Matthias Herold / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

In Industrie, Produktion und Logistik arbeiten künftig Mitarbeiter und kollaborierende Roboter (Cobots) Hand in Hand. Doch wie kann man das sicher umsetzen? Hier lesen Sie alles über Normen, Regelungen und Schutzkonzepte.

Um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten, müssen alle Vorschriften bei der Zusammenarbeit von Mensch und Cobot beachtet werden.
Um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten, müssen alle Vorschriften bei der Zusammenarbeit von Mensch und Cobot beachtet werden.
(Bild: Zapp2Photo/Shutterstock)
  • Betriebsleiter können Cobot-Applikationen erfolgreich umsetzen, wenn sie Sicherheit und Verfügbarkeit von Anfang an mitdenken.
  • Dazu müssen relevante Normen berücksichtigt, verfügbare Systeme abgeglichen, Risiken umfassend beurteilt und passende Prüfansätze gesucht werden.
  • TÜV Süd Industrie Service hilft dabei, Sicherheitskonzepte zu entwickeln und umzusetzen sowie die Arbeitssicherheit zu maximieren – ohne die Produktion einzuschränken.

Die aktuelle Covid-19-Pandemie beeinflusst auch die Produktion. Mitarbeiter sollen Mindestabstände einhalten, um Infektionsrisiken zu minimieren. Dafür sind die Produktionsabläufe oft nicht ausgelegt. Roboter hingegen assistieren ihrem menschlichen Kollegen direkt und tragen ohne Ansteckungsgefahr zu einer sicheren Produktion bei. Voraussetzung ist eine fundierte Risikobeurteilung. Diese ist bei Mensch-Roboter-Kollaborationen (MRK) komplexer als üblich – vor allem bei Applikationen ohne Schutzzaun.

Außer der Sicherheit spielt die Verfügbarkeit eine zentrale Rolle. Vor allem bei Smart Factories mit modularen Produktionsanlagen, die kurzfristig auf geänderte Anforderungen reagieren. Unter Umständen muss jede neue Anlagenkonfiguration neu bewertet werden – inklusive der Mensch-Cobot-Interaktion.