Finanzieller Rückfluss Bund kann über 150 Millionen aus Northvolt-Pleite sichern

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Wie heute bekannt geworden ist, hat es der Bund geschafft, rund 153 Millionen Euro aus der Insolvenz des schwedischen Batterieherstellers Northvolt zu retten ...

Wie sich glücklicherweise jetzt herausgestellt hat, konnte der Bund von den vielen Millionen Steuergeldern, die an den insolventen Batteriehersteller Northvolt gegangen sind, ein gutes Stück zurückholen ...(Bild:  Northvolt)
Wie sich glücklicherweise jetzt herausgestellt hat, konnte der Bund von den vielen Millionen Steuergeldern, die an den insolventen Batteriehersteller Northvolt gegangen sind, ein gutes Stück zurückholen ...
(Bild: Northvolt)

Die Pleite des schwedischen Batterieherstellers Northvolt kostet die deutschen Steuerzahler immerhin etwas weniger Geld als bisher befürchtet, wie es heute heißt. Denn im Zuge der geplanten Übernahme der deutschen Tochter durch Lyten haben Bund und Land rund 153 Steuermillionen sichern können. Das Geld wurde auch bereits zurückgezahlt, wie das Bundeswirtschaftsministerium der dpa bestätigte. Die Mittel gehen jeweils zur Hälfte an den Bund und das Land Schleswig-Holstein. Absehbar würden im Rahmen einer sogenannten solventen Liquidation der Northvolt-Drei-Projektgesellschaft in der Nähe des schleswig-holsteinischen Heide im Sommer weitere (maximal) 69 Millionen Euro an die staatliche Förderbank KFW zurückfließen. Zuvor muss aber erst eine emissionsrechtliche Genehmigung des nördlichsten Bundeslandes für die Baustelle rechtskräftig werden, wie es dazu heißt.

Gerichtlich bestätigter Restrukturierungsplan

Wir erinnern uns: Northvolt wollte im Norden Deutschlands eine Gigafabrik mit rund 3.000 Arbeitsplätzen errichten und hatte dafür von der KFW eine Wandelanleihe über 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land bürgten jeweils zur Hälfte. Rund 330 Millionen Euro davon wurden auch verbaut, oder für Käufe von Land und Maschinen eingesetzt. Auf dem Sperrkonto liegen nun auch noch knapp 50 Millionen Euro, die laut Informationen der dpa allerdings bereits dafür vorgesehen sind, eine Insolvenz der deutschen Tochter von Northvolt zu verhindern. Der Bund nutzte für die deutsche Northvolt-Tochter Restrukturierungsverfahren unterhalb der Insolvenzschwelle (Starug). Denn Northvolt-Drei, wie das Projekt bei Heide heißt, war im Gegensatz zur schwedischen Muttergesellschaft nicht insolvent. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ist der Restrukturierungsplan gerichtlich in letzter Instanz bestätigt.

Lyten will diverse Batterien in Heide bauen

Darüber hinaus könne durch die geplante Übernahme von Northvolt-Drei durch das US-Unternehmen Lyten weiteres Geld in 2-stelliger Millionenhöhe an Bund und Land fließen. Lyten will nach der schwedischen Muttergesellschaft bekanntlich auch die deutsche Northvolt-Tochter übernehmen. Die Gespräche mit dem Bund und der KFW dauern aber noch an. Nach einem Treffen mit der schleswig-holsteinischen Landesregierung hatte Lyten-Chef Dan Cook angekündigt, zunächst mit rund 1.000 Arbeitsplätzen auf dem Gelände bei Heide zu planen. Dort will das Unternehmen demnach die Produktion von Batterien für ein breites Anwendungsspektrum – darunter Verteidigung, stationäre Energiespeicherung, Mobilität und Elektrofahrzeuge – auf den Weg bringen.

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