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Als Teilespeicher dient das Palettenumlaufband, welches in die Anlage integriert wurde. Mit dem Palettenumlaufband können unterschiedliche Taktzeiten von Dreh- und Nutenziehmaschinen ausgeglichen werden, indem die noch ungenuteten Bauteile auf dem Umlaufband zwischengelagert werden.
Beim Räumen trat ein Verzug der Bauteile auf
Die Nuten können somit auch dann eingearbeitet werden, wenn die vorgelagerte Maschine einmal nicht in Betrieb ist. Auf diese Weise entstehen im norddeutschen Gadebusch nun auf eine besonders effektive Weise die Innennuten für Hohlwellen, Zahnräder sowie Schnecken in einem Breitenspektrum zwischen 3 und 22 mm.
Vor Einsatz der Leistritz-Maschinen wurden die Nuten in den Werkstücken durch das Räumverfahren hergestellt. Bei diesem Prozess wird eine Räumnadel, die dem Sollprofil der benötigten Nut entspricht, durch eine Bohrung im Werkstück gezogen. Dabei trat ein Verzug der Bauteile auf, sodass das Produkt nochmals in der Bohrung gehont werden musste, berichtet Steffen Timm, Leiter des Werkes der Fertigungstechnik Nord in Mecklenburg-Vorpommern. Durch die Nutenziehtechnik konnte das Unternehmen wegen der flexiblen Zustellung und Ziehgeschwindigkeit den auftretenden Verzug auf unter 0,01 mm reduzieren. Dieser lag vor Einführung des Ziehens zwischen 0,03 und 0,1 mm.
Ziehen sorgt schrittweisefür präzisere Nutengeometrie
Bei dem jetzt genutzten Ziehverfahren wird die Nut Schritt für Schritt erzeugt. Um das zu bewerkstelligen, wird ein Ziehmesser in vertikaler Richtung mit kontinuierlicher Hubbewegung entlang der Bohrung in Verbindung mit einer horizontalen Vorschubbewegung gezogen. Die Vorschubzustellung erfolgt nach jedem Hub durch den Vorschubkeil, der schrittweise zwischen der Messerführungsstange und der Messerstange das Ziehmesser step by step zustellt. Um zusätzlich eine schonende Bearbeitung für Werkzeug und Bauteil zu erreichen, wird das Ziehmesser vor jeder Aufwärtsbewegung zunächst automatisch abgehoben.
Die Polymat-Nutenziehmaschinen sind mit einem hydraulischen Doppelsäulen-Führungssystem ausgestattet und durch die zentrische Anordnung von Werkzeug und Werkzeugschlitten entsteht ein absolut linearer Kraftverlauf innerhalb des Systems aus Werkzeug und Ziehmaschine. Quer- und Hebelkräfte können so vermieden werden, wodurch der Verschleiß verringert und die Lebensdauer der Maschine erhöht wird. Nicht nur durch die Automatisierung, auch durch die Umstellung des Prozesses vom Räumen auf das Ziehen konnte die Effizienz bei der Bearbeitung von Hohlwellen deutlich gesteigert werden.
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