Datenübertragungsstandards ODVA erweitert Prozessgeräteprofile in Ethernet/IPTM

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Die ODVA erweitert die in der EtherNet/IPTM-Spezifikation enthaltenen Prozessgeräteprofile um Profile für Widerstandstemperaturdetektoren (RTD) und Thermoelemente zur Temperaturmessung

Auf der SPS in Nürmberg (v.l.): Steve Fales (ODVA), Matt Frazer (ODVA), Dr. Al Beydoun (ODVA), Dr. Vivek Hajarnavis (Rockwell) und Joakim Wiberg (ODVA). (Bild:  ODVA)
Auf der SPS in Nürmberg (v.l.): Steve Fales (ODVA), Matt Frazer (ODVA), Dr. Al Beydoun (ODVA), Dr. Vivek Hajarnavis (Rockwell) und Joakim Wiberg (ODVA).
(Bild: ODVA)

Prozessgeräteprofile helfen Systemintegratoren und Endanwendern dabei, neue Geräte effizient in Betrieb zu nehmen und Geräte für einen optimierten Anlagenbetrieb einfacher auszutauschen. Prozessgeräteprofile bieten eine Standardisierung von Prozessvariablen und Diagnosen für eine reibungslosere Interoperabilität zwischen Herstellern und eine einfachere Integration von Steuerungsdaten aus EtherNet/IP-fähigen Feldgeräten.

Bisher umfasst die Liste der Geräteprofile Coriolis-Durchfluss, elektromagnetischen Durchfluss, Wirbelstrom, Standarddruck und skalierten Druck. Ergänzt werden diese nun durch Profile für Widerstandstemperaturdetektoren (RTD) und Thermoelemente zur Temperaturmessung. Die Einführung von Prozessgeräteprofilen für Temperatur, zusätzlich zu Durchfluss und Druck, vereinfacht die nahtlose Integration für Endbenutzer, indem die Palette der EtherNet/IP-Geräte, die direkt Daten austauschen, erhöht wird. Das Temperaturgeräteprofil enthält eine Instanz des Prozessmesswertobjekts, um einen Temperaturwert und -status bereitzustellen.

Das Geräteprofil enthält darüber hinaus mehrere Prozessgerätediagnoseinstanzen, um entsprechende Informationen bereitzustellen. Temperaturgeräte messen relative Wärme oder Kälte mithilfe eines Thermoelements oder eines RTD-Geräts. Thermoelemente basieren auf zwei unterschiedlichen Metallen, die an einem Ende miteinander verbunden sind und eine Spannungsdifferenz zwischen den beiden Materialien erzeugen, um die Temperatur zu messen. Die Spannung ist direkt proportional zur Temperaturdifferenz zwischen den beiden Enden. RTDs arbeiten nach dem Prinzip, dass der elektrische Widerstand eines Metalls mit der Temperatur zunimmt. RTDs bieten in der Regel eine höhere Genauigkeit, während Thermoelemente einen größeren Temperaturmessbereich bieten können.

„Die Ergänzung eines neuen Temperaturprozessgeräteprofils für EtherNet/IP bietet Endbenutzern ein weiteres wertvolles Werkzeug, um die Inbetriebnahme und den Austausch von Geräten effizienter zu gestalten“, sagte Dr. Al Beydoun, Präsident und Geschäftsführer der ODVA. “Alle EtherNet/IP-Prozessgeräteprofile sind auf das Process Automation Device Information Model (PA-DIM) und die Namur NE 107-Diagnose abgestimmt. Dies ermöglicht eine einfachere Übertragung von Daten aus der Fabrikhalle in die Cloud zur Analyse und Durchführung von Maßnahmen sowie eine schnellere Identifizierung von Wartungsproblemen durch Standardisierung.“

EtherNet/IP-Prozessgeräteprofile ermöglichen eine verbesserte Interoperabilität der Anbieter durch standardisierten Zugriff auf Prozessvariablen und kritische Diagnosen wie Statussignale nach Namur NE 107 sowie eine nahtlosere Integration mit PA-DIM. Durch die Erweiterung der EtherNet/IP-Prozessgeräteprofile um Temperaturgeräte wird das verfügbare Ökosystem an Geräten erweitert, die eine einfachere Inbetriebnahme und eine verbesserte Anlagenüberwachung sowie die Integration in übergeordnete SPS-, DCS- und Cloud-basierte Systeme ermöglichen.

Die ODVA passt EtherNet/IP laufend an die Anforderungen der Prozessindustrie an, indem sie Technologien wie Ethernet-APL, PA-DIM, Namur, FDI und Prozessgeräteprofile unterstützt. Die neueste Version der EtherNet/IP-Spezifikation einschließlich der Profile für Temperaturprozessgeräte für EtherNet/IP ist auf der ODVA-Website verfügbar.

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