Bimatec Soraluce Ohne Vibrationen zu voller Fräsleistung
Bimatec Soraluce hat auf seien Technologietagen in Limburg mit dem Dynamics Active Stabilizer eine Weltneuheit präsentiert. Damit sollen Vibrationen beim Fräsen der Vergangenheit angehören.
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Beim Auto spricht man davon, die Pferdestärken auf die Straße bringen zu müssen. Beim Fräsen geht es darum, die Leistung der Maschine am Werkstück auch in Zerspanvolumen umsetzen zu können. Doch bei dieser Aufgabe setzen die auftretenden Vibrationen die physikalische Grenze. Bimatec Soraluce ist es jetzt gelungen mit dem Dynamics Active Stabilizer (DAS) diese Grenze zu überwinden. Das System wurde als Weltneuheit im Rahmen der Technologietage des Unternehmens präsentiert.
Sechs Jahre Entwicklungsarbeit
„Hinter dem DAS-System stecken sechs Jahre Entwicklungsarbeit”, verrät Fred Bisgwa, geschäftsführender Gesellschafter der Bimatec Soraluce Zerspanungstechnologie GmbH. Seit gut einem Jahr sei es bei Pilotkunden im Einsatz. „Daher können wir aufgrund der Analyse von Fertigungsprozessen bei unseren Kunden sagen, dass mit aktivem DAS in 99 % aller Anwendungen keine Vibrationen mehr auftreten. Und das unabhängig vom verwendeten Werkzeug und der Spindelposition“, hebt Bisgwa hervor. Damit könne jetzt im kompletten Arbeitsraum die volle Leistung der Werkzeugmaschine auch genutzt werden. „Die Zerspanungsleistung lässt sich so um bis zu 300 % steigern.”
Aktoren erzeugen in Echtzeit Gegenschwingungen
Das Geheimnis des Dynamics Active Stabilizer verbirgt sich laut Bisgwa in den Aktoren, die in Echtzeit Gegenschwingungen erzeugen, mit denen die Vibrationen gelöscht werden. Bei der Zerspanung entstehen im Werkzeug und der Spindel Schwingungen. „Diese Erregerfrequenzen erzeugen innerhalb des Frässchiebers strukturelle Vibrationen, die sich in die Maschine ausbreiten”, erläutert Michael Fünders, Leiter des Technologiezentrums. Das System messe über Sensoren diese Schwingungen und zwei Aktoren auf dem Frässchieber sorgen dann für deren Eliminierung. „DAS arbeitet in einem Frequenzbereich von 20 bis 100 Hz und erkennt automatisch jede Änderung der Bearbeitungsbedingungen”, betont Fünders.
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