Makino Optimiertes Horizontal-Bearbeitungszentrum spart Strom und Nebenzeiten
Der japanische Maschinenbauer Makino hatte wieder zu seiner Hausmesse Maitec eingeladen. Auf der diesjährigen Veranstaltung zeigte das Unternehmen die jüngsten Entwicklungen in Sachen Fräs- und Erodiermaschinen. Die Maitec 2012 diente auch als Präsentationsplattform für namhafte Partnerunternehmen, deren Know-how die Effizienz der Makino-Anlagen weiter erhöhen soll.
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Ein besonderer Hingucker war dabei unter anderem das verbesserte horizontale Bearbeitungszentrum (HMC) a61nx. „Obwohl mit 40er-Konusspindeln ausgerüstet, führt die Anlage auch Aufgaben aus, für die eigentlich ein 50er-Spindelkonus erforderlich wäre", erklärte Rolf Wagener, Produktmanager von Makino, den besonderen Vorteil des Maschinenkonzepts.
Auf der Anlage zeigten die Makino-Spezialisten die Bearbeitung eines Werkstückes aus dem Kaltarbeitsstahl der Sorte 1.2379 mit einer Schnittgeschwindigkeit von 230 m/min, bei einem Drehzahlniveau von 2930 min-1Der Vorschub pro Zahn betrug 0,55 mm, bei einem Bahnvorschub von 4395 mm/min.
Bearbeitungszentrum reduziert Spitzenstromverbrauch um 20%
Als wichtigste produktivitätssteigerne Eigenschaften sieht Wagener die kürzeren Schnitt- und Totzeiten, die etwa aus einem schnelleren Vorschub, einer steiferen Konstruktion und den erhöhten Tisch- und Achsbeschleunigungswerten resultieren. Die a61nx, und ihre kleinere Schwester a51nx verfügen außerdem über eine sogenannte Eco-Betriebsfunktion, wie es heißt, die den Spitzenstromverbrauch im Vergleich zu den Vorgängermodellen im Idealfall um 20 % senken könne.
Diese neuen HMC können laut Makino härteres Material schneiden und dank größerer Arbeitsfläche, der steifen Konstruktion sowie höherer Spindelkraft größere Werkstücke bearbeiten. Der vergrößerte Bearbeitungsbereich ermöglicht es, mehr und längere Teile aufzunehmen. Die a51nx ist mit einem 14 % längeren Y-Achshub, einem 7 % längeren Z-Achshub und einer 10 mm größeren maximalen Werkzeuglänge ausgestattet. Bei der a61nx betragen die jeweiligen Erhöhungen 12 % (bei der Hochsäulenoption), 10 % und 90 mm.
Steifere Konstruktion ermöglicht Einsatz von Spindeln mit 14.000 min-1
Die Hauptmerkmale der versteiften Maschinenstruktur bilden sich aus dem einteiligen Maschinenbettgehäuse, einer Dreipunkt-Auflage, dem abgestuften Säulenaufbau sowie der Steifigkeit und Leistung der direktwirkenden Laufrollen. Dazu wurden zwei Spindeln mit hohem Drehmoment eigens entwickelt, wie es heißt. Die Standardspindel mit einer Drehzahl von 14.000 min-1generiert ein Drehmoment von 240 Nm – eine 19-%ige Steigerung zum Vorgängermodell, so Makino. Damit wird die Kapazität des Zerspanvolumens bei Nichteisenmetallen gesteigert. Die Höchstleistungsspindel generiert ein Drehmoment von 302 Nm, bei ebenfalls 14.000 min-1, und gilt als ideal für die Eisenbearbeitung. Als Zielbranchen will Makino die Luft- und Raumfahrt, den Automobilbau und die Hersteller von Baumaschinen ansprechen.
Zum Gelingen der Vorführung an der Maschine trugen die Partner Delcam, Kennametal, Roemheld, HWR Spanntechnik, und Kock bei.
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