Antriebstechnik Optimierung von Riemenantrieben spart Energie und Geld ein

Redakteur: Frank Fladerer

Energieoptimierte Maschinenantriebe könnten alleine in Deutschland den Energieverbrauch jährlich um 20 TWh senken. Sehr großes Potenzial für die Instandhaltung, Zeit und Geld in der Produktion einzusparen, steckt im optimalen Ausrichten und Vorspannen der Antriebe.

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Kaum ein industrieller Prozess kommt ohne Antriebssysteme wie Rippenbänder, Keil- oder Zahnflachriemen (Bild 1) aus. Doch wo pausenlos bewegt wird, kommt der Wartung und Instandhaltung eine wichtige Rolle zu.

Unwucht der Antriebsscheiben reduziert Effizienz von Antrieben

Für die Instandhaltung gibt es zwei wichtige Ansatzpunkte, Riementriebe zu optimieren. Wenn es sein muss, können die Verantwortlichen konstruktiv in den Antrieb eingreifen, indem sie die Antriebsscheiben auswuchten und leichtere Scheibenmaterialien, wie etwa Aluminium oder belüftete Keilscheiben, verwenden. Dadurch läuft der Riementrieb verlustfreier und benötigt weniger Antriebsenergie. Noch wichtiger ist allerdings das frühzeitige und korrekte Ausrichten und Vorspannen der Antriebsriemen.

Auf diese Weise können Fluchtungs- und Winkelfehler vermieden werden, die ansonsten zu erhöhtem und ungleichmäßigem Verschleiß der Keilriemen und Keilscheiben, Verschleiß am Elastomer, blankgelaufenen Flanken, erhöhtem Verschleiß der Wälzlager und an den Flanken der Keilscheiben führen würden. Die Vermeidung von Fluchtungs- und Winkelfehlern führt andererseits zu verbesserter Kraft-übertragung und geringerem Schlupfrisiko, verringerten Stillstandszeiten und geringeren Energiekosten (Bild 2).

Riementrieben mit Frequenz-Messgerät oder Laser-Pointer überprüfen

Für die Überprüfung von Riementrieben empfiehlt sich der Einsatz eines Frequenz-Messgeräts oder Laser-Pointers, mit denen Antriebsstörungen schnell erkannt werden können. Ein aktuelles Beispiel für ein Frequenzmessgerät ist das TT-3 von Optibelt. Es ermöglicht durch die Weiterentwicklung der Frequenz-Messtechnik eine individuelle Datenerfassung aller Riementriebe. Das Frequenzmessgerät erlaubt durch berührungsloses, wiederholgenaues Messen, die Riemenvorspannung schnell und einfach zu bestimmen. Die Anzeige erfolgt direkt in Hertz, bei Eingabe von Riemenparametern in Newton.

Laser-Pointer erkennt den axialen Versatz der Scheiben

Als Laser-Pointer bei der Instandhaltung von Riementrieben kann außer denen anderer Hersteller auch ein Modell von Optibelt verwendet werden. Der Laser-Pointer erkennt den axialen Versatz der Scheiben sowie die horizontale und vertikale Winkelabweichung, so dass ein genaues Ausrichten der Riemenscheiben ermöglicht wird. Zugleich erhöht sich die Betriebssicherheit, die Scheibenrillenflanken werden weniger belastet, die Riemenschwingung wird reduziert und der Riemen hält länger. Darüber hinaus verschleißt die Keilscheibe nicht so schnell.

Für die Unternehmen ist es wichtig, Antriebsriemen permanent zu überwachen und frühzeitig optimal zu spannen und auszurichten, denn nur ein exakter Riemenlauf ermöglicht optimale Kraftübertragung. Ist er gewährleistet, entspannt dies die Firmenkasse.

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