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Auf der Kunststoffmesse Fakuma 2012 haben die drei Projektpartner am Stand des Maschinenherstellers Arburg das Partikelschaum-Verbundspritzgießen (PVSG) vorgestellt. Beim PVSG-Verfahren verbinden sich der Partikelschaum und der thermoplastische Kunststoff mechanisch dauerhaft miteinander – ähnlich wie beim Sinterprozess. Als Anwendungsbereich haben die Partner den technischen Leichtbau im Visier, den das Verfahren durch Integration zusätzlicher thermoplastischer Funktionselemente bei lärm- und wärmeisolierenden Formteilen bereichern kann.
Im Verbindungsbereich wird EPP aufgeschmolzen
Auf der Messe wurde das Verfahren auf einer Spritzgießmaschine der Bauart 270 C Golden Edition demonstriert (Bild 2). Die Maschine mit einer Werkzeugschließkraft bis 400 kN war mit einer Spritzeinheit der Größe 70 ausgerüstet. Dieses Plastifizier- und Einspritzaggregat arbeitet mit einer 18-mm-Schnecke und einer offenen Düse. Für das Teilehandling kam ein vertikal in die Spritzgießform eingreifender Linearroboter zur Anwendung: das Robotsystem Multilift Select. Es entnimmt jeweils einen Reifen aus einem Puffer und positioniert ihn in der Spritzgießform. Ist die Form geschlossen, wird die Vollkunststofffelge angespritzt. Das Schussgewicht beträgt dabei 2,6 g.
Während des Anspritzvorgangs wird das Rad im Verbindungsbereich definiert aufgeschmolzen, sodass eine dauerhafte mechanische Verbindung entsteht. Nach dem Öffnen der Form entnimmt der Roboter das Fertigteil. In dieser Phase legt er gleich das nächste Rad in die Kavität. Die Zykluszeit liegt bei 60 s. Reifen und Felge wiegen zusammen 3,4 g. Die Verbundteile werden in einem nachfolgenden Prozess verpackt und sind zur Auslieferung bereit.
Literatur
[1] Maier, A.: Expandiertes Polypropylen führt zum Leichtbau von Klimaanlagen. MM Maschinenmarkt 37/2011, S. 42–43.
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