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Ein Laser, viele Anwendungsmöglichkeiten
Die vielfältigen Markierkonzepte von Trumpf lassen Müko viel Spielraum. Generell verfügen die Laser der unterschiedlichen Trumark-Serien über eine hohe Pulsspitzenleistung und Puls-zu-Plus-Stabilität. Zusammen mit einer hohen verfügbaren mittleren Leistung sorgt das für kurze Prozesszeiten und aufgrund der hervorragenden Strahlqualität für höchste Bearbeitungspräzision. Unterschiedliche Wellenlängen sorgen auch bei verschiedensten Materialien für Bearbeitungserfolg. Außer organischen Stoffen wie Leder oder Holz lassen sich damit auch metallische Werkstoffe markieren. Für noch mehr Bearbeitungsflexibilität stehen für alle Wellenlängen der Trumark-Serie diverse Abbildungsoptiken mit unterschiedlichen Brennweiten zur Verfügung. Für eine unkomplizierte und effiziente Integration des Lasers in Maschinenkonzepte oder Fertigungslinien stehen zahlreiche Schnittstellen, wie beispielsweise Profinet, Ethercat, Ethernet IP, zur Verfügung.
Präzisionspaket wirkt sich gleich dreifach positiv aus
Mit dem leicht zu integrierenden UV-Laser ist die Permacut von Müko quasi perfekt für das Markieren, Perforieren und Schneiden von Leder ausgelegt. Und ihre große Arbeitsfläche von 500 mm × 750 mm entspricht exakt den größtmöglichen Formaten, die Lederstücke für die Herstellung von Autositzbezügen haben können, welche auch für die Sitzverarbeitung nötig sind. Der Bediener legt das Leder manuell auf die Arbeitsfläche, wo es mit per Vakuum fixiert wird. Ein berührungsloser Startlichtschalter beginnt initiiert dann die Laserbearbeitung, eine Rolltür schützt den Bediener dabei vor der Strahlung.
Die Steuerung haben die Spezialisten von Müko durch eine eigene Benutzeroberfläche ergänzt, die leicht und intuitiv zu bedienen ist. Mit der ebenfalls im eigenen Haus entwickelten Software lassen sich Designs im Vektor-(dxf)- und im JPG-Format einpflegen. Für die unerreichte Bearbeitungspräzision beim großflächigen Markieren sorgt die Messschlittenführung mit passenden Achsantrieben. Eine Klimatisierung hält die Temperaturen konstant und unterstützt die Genauigkeitsbestrebungen. Weil der Arbeitstisch unter dem Laser verfährt, kann die klassische Laseroptik zum Einsatz kommen: Bild fügt sich an Bild. Mit einer Präzision von unter 0,05 mm an den Segmentsgrenzen entstehen dabei keine sichtbaren Versätze. Mit der gleichen Präzision bringt der Laser Perforierungen mit Durchmessern bis 0,05 mm ein. Schneiden kann die Permacut Leder bis zu einer Materialstärke von 2 mm.
Sanft zum Leder und oberflächlich exakt
„Sehr viel Wissen“, resümiert die Müko-Marketingreferentin Grace Reinhardt, „mussten wir uns über das Material Leder aneignen. Dieser organische Werkstoff ist außerdem sehr empfindlich und verlangt eine sanfte Behandlung.“ Leder wird nach dem Einfärben in der Regel mit einer Oberflächenversiegelung versehen, die vor Abrieb und Verfärbung schützt. Beim Markieren muss der Laser optimal auf die Beschaffenheit dieses sogenannten Top Coats ausgerichtet sein, denn der Laserstrahl darf nur diese Schicht markieren, keinesfalls das darunterliegende Material. Die Parametereinstellungen müssen zudem sicherstellen, dass der Top Coat bei der Behandlung intakt bleibt und nicht verbrennt. Trotzdem entstehen durch die Hitzeeinwirkung beim Lasermarkieren dezente Gerüche. Die werden durch eine gezielte Absaugung direkt am Material sowie ein dreistufiges Filtersystem reduziert. Grace Reinhardt erzählt: „Wir haben in einem Workshop das Feedback von Gerbern eingeholt. Die waren total begeistert und überrascht von dem, was der Laser aus dem Material herausholt.“
Jetzt sind nur noch die Designer gefragt
Die Sondermaschine für den Automobilhersteller tut schon lange ihren Dienst. Seit Herbst 2018 steht der Prototyp der Müko-Permacut in Weinstadt. Es gebe konkretes Interesse von Automobilherstellern, Zulieferern, aber auch von Designern aus der Möbelbranche und einem Flugzeughersteller. Tauer betont: „Die Permacut kann, was viele Designer bisher für unmöglich hielten. Jetzt müssen wir ihnen zeigen, was mit mit dem Lasermarkieren auf unserer Maschine möglich ist und sie dazu inspirieren, auf die Anlage und ihre Features zu vertrauen.“ Als Sondermaschinenbauer hat Müko nach eigenem Bekunden Lösungen für alle Anforderungen in petto und Trumpf hat für alle diesbezüglichen Anwendungen und Materialien den passenden Laser in der „Schublade“. „Ob wir die Arbeitsfläche größer oder kleiner machen oder ob der Laser Metall, Glas, Kunststoff oder Holz markieren soll – Aufgrund der Grundidee der Permacut können wir alles universell anpassen,“ verspricht Tauer.
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