Hoffnung

Pflanzenbasierte Rohstoffe ersetzen Erdöl

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Der steinige Weg vom Labor- zum Pilotmaßstab

Das Hochskalieren der hergestellten Materialmengen erfolgt deshalb in festgelegten Schritten, um die nötigen Anpassungen an Materialformulierung und Herstellprozess durchführen zu können. In Würzburg wurde dieses Hochskalieren bis in den Pilotmaßstab durchgeführt. So konnten etwa ein 100-Liter-Lackreaktor und eine Rolle-zu-Rolle Anlage eingesetzt werden, um die Barriereschichten auf ein mit Nanolayern modifiziertes Papier zu applizieren. Aufgrund der geringen Schichtdicken, die benötigt würden, reichten die 100 Liter für bis zu 3.000 Quadratmeter aus. Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung der Beschichtungsformulierung war es, die Beschichtungen auf die Qualität und die Anforderungen der jeweiligen, biobasierten Substrate abzustimmen, wie es weiter heißt. Dabei mussten die Eigenschaften sehr individuell angepasst werden, weil insbesondere biobasierte Materialien komplexe Oberflächen haben und wenig temperaturstabil (oder auch chemikalienstabil) sind.

Was man hier sieht, ist ein erdölfrei nachhaltig beschichtetes Papier, das als Verpackung für Kosmetik dienen kann. Dabei spielten am Fraunhofer ISC entwickelte, biobasierten Ormocere eine Hauptrolle. Weitere Projektpartner waren Polymaris, das IPC und Albea.(Bild:  ISC / K. Selsam)
Was man hier sieht, ist ein erdölfrei nachhaltig beschichtetes Papier, das als Verpackung für Kosmetik dienen kann. Dabei spielten am Fraunhofer ISC entwickelte, biobasierten Ormocere eine Hauptrolle. Weitere Projektpartner waren Polymaris, das IPC und Albea.
(Bild: ISC / K. Selsam)

Auch die Bearbeitung von biobasierten Materialien per Rolle-zu-Rolle-Prozessen sei oft schwierig und die erwarteten Taktraten würden oft erst mit weiterer Anpassung erreicht. Zusammen mit den Partnern wurde aber trotz allen Herausforderungen mit den erfolgreich bearbeiteten Testfällen bewiesen, dass der Aufbau eines europaweiten Pilotanlagen-Netzwerks in verschiedenen Institutionen gelungen ist. Auch die Kooperation bei den verschiedenen Arbeitsschritten habe reibungslos funktioniert.

Biobasierte Innovationen unter geringerem Risiko entwickeln

Dieses Pilotanlagen-Netzwerk wird nach Aussage des ISC zukünftig Unternehmen über einen sogenannten Single Entry Point (SEP) zur Verfügung stehen. Sie erhielten so effektive Unterstützung bei der Hochskalierung von eigenen biobasierten Systemen mithilfe einer hervorragend ausgebauten Infrastruktur, ohne selbst schon in eigene Anlagen investieren zu müssen. Damit reduziert Inn Pressme deutlich die unternehmerischen Risiken bis zur Marktreife von neuartigen, pflanzenbasierten Produkten. Das letzte Projektjahr wird nun dafür genutzt, den SEP aufzubauen und umfassende Lebenszyklusanalysen sowie End-of-life-Bewertungen hinsichtlich Bioabbau- und Recycelbarkeit durchzuführen, wie es abschließend heißt.

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