Anbieter zum Thema
Die Pick-&-Place-Einheit verbindet eine horizontale und eine vertikale Linearachse zu einem sehr kompakten Modul. Mit hoher Dynamik fährt sie jeden Punkt entlang der beiden Achsen frei programmierbar und auf 0,02 mm genau an. Ein schleichendes Verstellen durch Einschleifen wie bei pneumatischen Antrieben tritt nicht auf. Die Arbeitswege von bis zu 100 mm vertikal und 268 mm horizontal und Beschleunigungen von maximal 40 m/s2 waren für das Konzept mehr als ausreichend, den Rest würde der walking beam übernehmen. Nur das maximale Handhabungsgewicht musste auf 4,5 kg erhöht werden, ein Wert, den Weiss aber inzwischen als Standard übernommen hat.
Handlinggerät ist schmal gebaut
Die schmale Bauweise des Handlinggeräts ließ genügend Raum für die Konstruktion: An der horizontalen Linearachse wurde der walking beam mit vier pneumatischen Greifern befestigt – jeder mit vier kleinen Wälzlagern als Kontaktpunkten, um die Radialwellendichtringe zu zentrieren. Der erste Greifer übernimmt die Dichtringrohlinge, die über einen Vibrationsförderer zugeführt werden, und wendet sie, sodass der Angusszapfen der Spritzgießmaschine nach unten zeigt.
Nach Übergabe an die nächste Bearbeitungsstation wird dort die Dichtkante gestochen und damit das Mittelstück entfernt. Auf der dritten Station wird ein Federring aufgezogen und zum Schluss prüft ein Kamerasystem die fertige Dichtung auf grobe Fehler.
Freie Programmierbarkeit des Pick-&-Place-Moduls lässt Zwischenschritt zur Sortierung zu
Die freie Programmierbarkeit des Pick-&-Place-Moduls wird dabei geschickt genutzt. Nach der optischen Prüfung konnte ohne großen Aufwand ein Zwischenschritt zur Sortierung eingeführt werden: Wird ein Simmerring als fehlerhaft erkannt, fährt das HP 140 eine Zwischenposition an, der Greifer öffnet sich und der Ring fällt durch eine Öffnung in den Ausschussbehälter.
(ID:32785140)