Lach Diamant PKD-Werkzeugkühlung der anderen Art

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Die zunehmende Verarbeitung hoch abrasiver Materialien wie stark siliziumhaltiges Aluminium, Verbundwerkstoffe (GFK, CFK, Glare), Titan und Hart-Eisenmetalle in der Automobil- und -Zubehörindustrie, Flugzeugindustrie und bei Herstellern von Windkraftanlagen stellt immer höhere Ansprüche an das für den Zerspanungsprozess ausgewählte Schneidenmaterial. Darauf reagiert Lach mit einer neuen Technik zum Kühlen von PKD-Werkzeugen.

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Polykristalline Bornitrid-Schneiden (CBN, PKBn) sind zwar polykristallinem Diamant (PKD) hinsichtlich der Temperaturbelastbarkeit überlegen (bis zu 1500 °C bei CBN und maximal 720 °C bei PKD), so Lach Diamant, doch was Härte und Zerspanungsleistung anbelangt, gibt es für die PKD-Bearbeitung von Aluminium, Verbundwerkstoffen, Kunststoffen, Grünkeramik keine Alternative.

Bei PKD-Fräsern und -Stufenbohrern praktizierte Ideen, die Schneiden mit gezielt in den Grundkörper angebrachte Kühlkanäle von schädlicher Hitzeentfaltung zu befreien, waren nur bedingt tauglich; die PKD-Schneide kapitulierte auch hier bei extremen Einsatzfällen der Aluminium- und Verbundfasermaterialien. Vorzeitiger Verschleiß und Ausbrechen der PKD-Schneide bis hin zur Graphitisierung waren die Folgen.

PKD-Werkzeugschneide ist Bestandteile des Kühlmittelkanals

Hier setzt das Dreborid-Cool-Injection-Systems an: Die PKD-Schneide wird Bestandteil des Kühlmittelkanals beziehungsweise der in den Werkzeugkörper integrierte Kühlmittelkanal wird unmittelbar durch die im Materialeingriff arbeitende PKD-Schneide hindurch geführt, wird erläutert. Maximal wird die gestresste PKD-Schneide durch Kühlung – Liquid, Luft oder Gas – von schädlicher Wärmeentwicklung entlastet.

Die „Mündungsöffnung“ des Kühlmittelstrahles befindet sich direkt in der Spanfläche des Schneideinsatzes. Die Kühlung der Schneideinsätze wird von innen erzielt. Das Kühlmittel kann so leicht in das Material eindringende Wärme abführen.

PKD-Werkzeuge mit optimaler Kühlung und Spanabfuhr

Entsprechend wird das in der Spanfläche in unmittelbarer Nähe der Schneidkante aus dem Kühlmittelkanal austretende Kühlmedium auch auf der Außenseite der Schneideinsätze auf kürzestem Weg zur Schneidkante geleitet – eine optimale Kühlung und Förderung der Spanabfuhr ist somit gegeben.

Die von Lach Diamant entwickelten mehrschneidigen Monoblock-PKD-Fräs- und -Stufenbohrwerkzeuge werden durch die Option des Dreborid-Cool-Injection-Systems noch leistungsfähiger und vielseitiger in ihrer Anwendung. Die Vorteile des Systems lassen sich nicht nur bei mehrschneidigen PKD- und CBN-Werkzeugen nutzen, sondern auch bei Einzel-Schneiden, beispielsweise bei extremen Drehoperationen.

Lach Diamant auf der AMB 2010: Halle C2, Stand B 46

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