Neue Besen ... Porsche baut sein Management um

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Sportwagenbauer Porsche tüftelt weiter an der Neuaufstellung seines Managements. So wird der Forschungs- und Entwicklungsvorstand Michael Steiner jetzt etwa Vize-Chef.

so rasant wie seine Autos fahren, entwickelt sich leider das Geschäft von Porsche derzeit nicht. Man muss zum einen sparen, zum anderen wird das Management derzeit umgemodelt ...(Bild:  Porsche)
so rasant wie seine Autos fahren, entwickelt sich leider das Geschäft von Porsche derzeit nicht. Man muss zum einen sparen, zum anderen wird das Management derzeit umgemodelt ...
(Bild: Porsche)

Porsche-Forschungs- und -Entwicklungsvorstand Michael Steiner (60) bekommt zum 1. Juli eine neue Funktion, heißt es. Er wird nämlich der Stellvertreter von Porsche-Chef Oliver Blume. Dabei gibt er auch die Leitung der Konzernentwicklung im Volkswagen-Konzern ab, wie es weiter heißt. Frei war die Position überhaupt nur deshalb, weil es bei Porsche im laufenden Jahr bereits mehrere Personalwechsel gab. Im Februar hatte man etwa überraschend mitgeteilt, dass der langjährige Finanzvorstand Lutz Meschke – bis dahin auch der Vize von Blume – und der Vertriebsvorstand Detlev von Platen gehen müssen. Neuer Finanz- und IT-Vorstand wurde daraufhin Jochen Breckner. Als Vertriebsvorstand übernahm Matthias Becker. Und Personalvorstand Andreas Haffner gibt seine Position im August an Vera Schalwig ab. Zum gleichen Zeitpunkt übernehme Joachim Scharnagl das Ressort Beschaffung von Barbara Frenkel. Bei dieser Neuordnung bei Porsche handle es sich um einen langfristig geplanten Generationswechsel. Haffner war schließlich seit 2016 Personalvorstand. Und Frenkel wurde im Jahr 2021 als erste Frau in den Vorstand berufen. Aber der Jahresbeginn war für Porsche alles andere als erfreulich:

Porsche kämpft generell mit einigen Problemen

Außer den Wechseln im Vorstand hat Porsche im Februar die Strategie angepasst, und will bekanntlich künftig wieder mehr Geld in Verbrenner und Plug-in-Hybride investieren. Zudem wird gespart. Bis 2029 sollen dabei rund 1.900 Stellen in der Region Stuttgart gestrichen und zahlreiche befristete Verträge nicht verlängert werden. Zusammengenommen fallen damit rund 3.900 Stellen weg. Das liege beispielsweise am schlechten Chinageschäft. Aber auch höhere Kosten für die Batteriesysteme, die verhaltene Nachfrage nach Elektroautos und die US-Importzölle belasteten Porsche, was sich in den Zahlen niederschlage. Nach dem Einbruch 2024 sackte der Porsche-Gewinn im ersten Quartal 2025 deshalb weiter ab. Das operative Ergebnis betrug 0,76 Milliarden Euro (40,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor). Der Umsatz lag mit 8,86 Milliarden Euro um 1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Porsche verringerte deshalb zuletzt auch die Prognose für das laufende Jahr, was man unter anderem wegen Mehrkosten von 1,3 Milliarden Euro getan hat.

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