Ausgepowert Porsche beendet weitgehend das Batteriegeschäft

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche will sein Tochterunternehmen Cellforce, das sich um Batterien gekümmert hat, größtenteils einstellen, so die dpa.

Aus für Cellforce! Der Sportwagenhersteller Porsche wollte mal Pionier in puncto Elektroautos mit Batterieversorgung werden. Dazu wurde auch das Unternehmen Cellforce aufgebaut. Nun ist der Elektrotraum offensichtlich ad acta gelegt ...(Bild:  Porsche)
Aus für Cellforce! Der Sportwagenhersteller Porsche wollte mal Pionier in puncto Elektroautos mit Batterieversorgung werden. Dazu wurde auch das Unternehmen Cellforce aufgebaut. Nun ist der Elektrotraum offensichtlich ad acta gelegt ...
(Bild: Porsche)

Ende April hatte Porsche mitgeteilt, dass man die Batteriezelltochter nicht eigenständig weiterführen will. Zuletzt wurde noch nach Investoren gesucht – aber weder BMW noch andere Interessenten schlugen zu. Nach dpa-Informationen stehen die Jobs von fast 200 Angestellten von Cellforce aufgrund der Porsche-Entscheidung auf dem Spiel. Und wie der Spiegel zuvor berichtete, wurde bei der zuständigen Arbeitsagentur in Reutlingen eine entsprechende Massenentlassung bereits angezeigt. Übrig bliebe am Sitz von Cellforce im schwäbischen Kirchentellinsfurt allenfalls eine kleine Einheit für Forschung und Entwicklung. Porsche-Chef Oliver Blume informierte die Landesregierung um Ministerpräsident Winfried Kretschmann auch bereits über das Vorhaben. Die Ansiedlung wurde aber auch mit Steuergeldern gefördert. Angekündigt waren rund 60 Millionen Euro.

Oliver Blume steht vielleicht vor einer unschönen Schlappe

Wie viel Geld tatsächlich geflossen sei, bleibe zunächst unklar. Eine Porsche-Sprecherin lehnte eine diesbezügliche Stellungnahme jedoch ab. Ein Sprecher Kretschmanns sagte, dass man sich grundsätzlich nicht zu internen Gesprächen äußern will. Für die VW-Tochter Porsche ist das Ende von Cellforce auch ein einschneidender Schritt. Vorstandschef Blume wollte den Sportwagenhersteller nicht zuletzt einst zum Elektrovorreiter mit eigener Batteriefertigung aufmotzen. Der Wandel zur E-Mobilität läuft aber bekanntlich deutlich langsamer als erwartet. Seit Jahresanfang investiert Porsche deshalb auch wieder in neue Verbrennungsmotoren. Nun droht dem Manager, der auch den Volkswagen-Konzern führt, mit seinen Ambitionen aber auch eine Schlappe. Und die Abschreibungen auf die Produktionsanlagen der Cellforce kosten Porsche dem Bericht zufolge 295 Millionen Euro. Den Cellforce-Angestellten könnte nun die Arbeitslosigkeit drohen, weil es dort, anders als bei der Mutter VW, keine Beschäftigungsgarantie gibt.

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