Zoff in Zuffenhausen Porsche muss sich scharfem Gegenwind stellen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Hatten sich schon 2024 für den Autobauer aus Stuttgart-Zuffenhausen keine guten Zeiten angedeutet, kam es dann 2025 noch dicker, so die Analysen ...

Der Sportwagenbauer Porsche kämpft derzeit mit einem harten Geschäft. Das führt dazu, dass die Prognosen vorsichtiger werden. Auch Sparmaßnahmen könnten die Folge sein ...(Bild:  Porsche)
Der Sportwagenbauer Porsche kämpft derzeit mit einem harten Geschäft. Das führt dazu, dass die Prognosen vorsichtiger werden. Auch Sparmaßnahmen könnten die Folge sein ...
(Bild: Porsche)

Weil die Geschäfte in China nicht mehr laufen, die Zölle in den USA Geld verschlingen und auch die Elektromodelle von Porsche kaum Anklang finden, hat Ex-Chef Oliver Blume die Strategie von Porsche wieder umgekrempelt. Wir erinnern uns: Mehr Verbrenner im Angebot sollten Schub geben und die Umsatzrendite wieder in die Nähe dessen führen, was bei der VW-Tochter einst so gut wie gewohnt war. Zuletzt rechnete der Finanzchef Jochen Breckner für 2025 mit einem Umsatz von 37 bis 38 Milliarden Euro. Gewinn werde das Unternehmen im Tagesgeschäft wegen der Kehrtwende in der Antriebs- und Produktplanung aber dennoch kaum noch machen. Die operative Marge sollte zwischen leicht positiv und zwei Prozent liegen. Das liege vor allem an erheblichen Sonderbelastungen von bis zu 3,1 Milliarden Euro. Die entstanden wegen des ausbleibenden Erfolgs von Porsche-Elektroautos und eben dem Umsteuern seitens Blume. Die Zölle in den USA belasten übrigens mit rund 0,7 Milliarden Euro den Sportwagenbauer.

Porsche schraubt die Erwartungen deutlich zurück

Die Konzernmutter Volkswagen wies für den Sportwagenbauer bereits einen Umsatz von 36,3 Milliarden Euro aus, was ein Rückgang um fast zehn Prozent ist. Das operative Ergebnis lag demnach bei 413 Millionen, was einer Marge von 1,1 Prozent entspricht. Noch ein Jahr zuvor hatte Porsche operativ einen Gewinn von 5,64 Milliarden Euro eingefahren und eine Marge von 14,1 Prozent erreicht. Für 2026 glaube man nun nicht mehr daran, dass mit 2-stelligen Werten zu rechnen ist. Was das China-Geschäft betrifft, so glaubt Porsche nicht an eine Erholung, sondern an einen weiteren Rückgang der Verkäufe. Man vermutet, dass es vor 2027 mit einer 2-stelligen Profitabilitätszahl nichts werden wird. Gegen Ende des Jahrzehnts prognostiziert man 15 bis 17 Prozent – einst wurden 20 Prozent angepeilt. Spannend werde nun, welche Schwerpunkte der neue Porsche-Chef Michael Leiters setzen will. Wahrscheinlich werde er mit einer Sparrunde beginnen müssen, die sicher Jobs kosten würden.

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