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Lieferfähig und Made in Germany

Ihren Entwicklergeist zeigen die Gründer von Linrob aber nicht nur im Design komplexer Maschinen. Auch der oft mit Linearrobotern einhergehende langwierige Bestellprozess und Aufbau soll besser und schneller werden. Deshalb erfolgt die gesamte Serienfertigung konsequent in Deutschland, um unabhängig von weltweiten Lieferengpässen zu sein. Der Kunde, ob Integrator, OEM oder Endkunde, kann sich das Produkt selbst mit einem Online-Konfigurator zusammenstellen und bekommt eine komplette Baugruppe innerhalb von wenigen Tagen geliefert. „Wir sind in 14 Tagen lieferfähig“ sagt Andreas Köck. Und: Die Linrob-Achse ist in wenigen Stunden aufgebaut und in Betrieb genommen.

Zukunftsfähig durch digitale Features

Digitalisierung und Automatisierung der Robotik ist ein weiteres Feld, das die Deggendorfer angehen. „Unsere Plug-and-Work-Integration und zusätzliche digitale Features erweitern die Einsatzmöglichkeiten um ein Vielfaches, ohne das Budget des Mittelstandes zu sprengen“, sagt Rainer Lott.

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Das funktioniert, weil alle Systeme mit einer eigenen Steuerung ausgerüstet werden. Diese besitzt Schnittstellen, die unter anderem KI-gesteuerte Fehlerkompensation, Datenanalyse und Interoperabilität ermöglichen. Auf deren Basis lassen sich zudem weitere Robotiksysteme einbinden, was in Bezug auf weitere Anwendungsszenarien noch flexibler macht. Außerdem ist etwa per OPC-UA die Anbindung an eine Smart Factory realisierbar.

Safety: Sicher nach Norm

Um das Ganze rund zu machen, ermöglicht eine optionale Schnittstelle auch die Einbindung von Safety-Features. Denn die Mensch-Maschine-Interaktion ist gerade in der Kollaboration mit Cobots ein wichtiger Aspekt, dem Linrob mit dem „Safety Integrated“-Ansatz begegnet. Andreas Köck: „Wir können mit unserem System CE-konform, Safety-konform nach allen gängigen Richtlinien und Safety-Protokollen, einen wirklichen ‚gelben Käfig‘ erzeugen. Etwa mit einem Sicherheits-Laserscanner, der auf der Achse mitfährt. Dadurch wird die Gesamtanlage sicher.“

Sogar signalisieren lässt sich das über LED-Leisten, die in die Profile eingebaut sind. Diese sind zudem für weitere Anwendungen einsetzbar, weil sie frei programmierbar sind. Zum Beispiel, um den Programmfortschritt im Querausleger sichtbar zu machen. Damit steht Mittelständlern jetzt Technik aus der Großindustrie zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung.

Digitale Services

Nicht zuletzt haben die beiden Unternehmer zusätzliche digitale Services von Beginn an mitgedacht: Dazu gehören neben einem Online-Konfigurator und einem digitalen Remote-Service auch eine KI-gesteuerte Predictive Maintenance, die etwaige Störungen schon vorhersieht, bevor sie entstehen. Damit sollen die Linearroboter für den Anwender noch besser nutzbar werden. So können sie einen QR-Code, der an jeder Maschine angebracht ist, scannen und mittels einer AR-App direkt mit dem Servicepersonal Kontakt aufnehmen. „Nach unserer langjährigen Erfahrung lassen sich 80 bis 90 Prozent aller Probleme über Fernwartung lösen“, prognostiziert Rainer Lott. „Weil für jede Maschine ein Digitaler Zwilling hinterlegt ist, haben wir alle Informationen parat, die sofort verfügbar sind. Wobei also überschaubare Kostenaufwände entstehen“, ergänzt Andreas Köck.

Integration in wenigen Tagen

Als Ausblick erzählen die Geschäftsführer, dass sie mit ihren aktuell 22 Mitarbeitern (geplant sind für nächstes Jahr rund 40) daran arbeiten, so schnell wie möglich die Schnittstellen zu allen namhaften Cobot-Herstellern zu installieren. Damit lässt sich dann eine Gesamtanlage in wenigen Tagen umsetzen.

Kurz vor Abschluss befindet sich beispielsweise bereits die UR+ Zertifizierung, also der Zugang zum Eco-System von Universal Robots. Das heißt, der Linrob wird aus dem Teach-Panel von UR heraus direkt programmierbar sein. Wobei es für den Anwender dann keinen Unterschied macht, ob er die sechs Achsen von UR verfährt oder die Achsen von Linrob.

Zudem wollen die Unternehmer im nächsten Jahr auch in den USA und Asien in den Markt gehen, um dort die Lieferzeiten abzukürzen. Das sehen sie mit ihrer skalierbaren Fertigung ganz unkompliziert, „denn sie ist extrem schlank, vereinfacht durch wenige Bauteile, die wir zu Baugruppen zusammenfügen“, so Rainer Lott. „Also, alles was wir tun, von der Bestellung über die Anlieferung, Aufbau, Inbetriebnahme, bis zur Programmierung ist prinzipiell genauso einfach, wie einen Cobot zu kaufen, ergänzt Andreas Köck abschließend.

Der Range Extender von Linrob, der jetzt auf den Markt kommt, soll aber erst der Anfang sein.

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