Energieeffizienz

Portalstapler mit energieeffizienten Antrieben

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Da die Schiffsliegezeiten in den Häfen immer kürzer werden, sind Zuverlässigkeit und Effizienz das A und O für schnelle Lade- und Transportzyklen. Der im Vergleich zu diesel-hydraulischem Fahrantrieb deutlich energieeffizientere elektrische Radnabenantrieb war nicht „von der Stange“ zu haben.

Motoren für energieeffiziente Portalstapler gesucht

Harte Aufgabe für die Antriebe: Unter normalen Einsatzbedingungen werden die die bereits unbeladen über 60 t schweren Portalstapler auf Geschwindigkeiten bis zu 30 km/h beschleunigt.Bild: Noell (Archiv: Vogel Business Media)

Eine der Bedingungen, die die Entwickler berücksichtigen mussten, war der kleine Einbauraum, der für den Radantrieb zur Verfügung stand. Schließlich müssen die Portalstapler hinsichtlich des wertvollen Containerlagerplatzes möglichst raumsparend arbeiten. Bezogen auf die oft kilometerlangen Fahrgassen bedeuten schon wenige Zentimeter mehr Baubreite erheblichen zusätzlichen Platzbedarf – trotz des geringen Wendekreises von nur 9,4 m.

Lange Zeit war jedoch kein Motor lieferbar, der den Anforderungen entsprochen hätte. Gemäß den mit Noell erarbeiteten Vorgaben entwickelte der Elektromotorenhersteller Oswald einen sehr kurz bauenden Asynchronmotor.

Diesel-elektrischer Antrieb senkt Energieverbrauch

Conrad Müller, Entwicklungsleiter bei Noell: „Der diesel-elektrische Antrieb spart durchschnittlich etwa 15 bis 20% der Kraftstoffmenge im Vergleich zu einem bereits sehr verbrauchseffizienten diesel-hydraulischen Antrieb.“Bild: Kuchenmeister (Archiv: Vogel Business Media)

Conrad Müller, Entwicklungsleiter bei Noell, nennt in einer Reihe von Vorteilen des diesel-elektrischen Antriebs vor allem einen: Der Kraftstoffverbrauch liegt durchschnittlich 15 bis 20% unter dem eines bereits sehr verbrauchseffizienten diesel-hydraulischen Antriebs.

Bei einem Verbrauch von rund 18 l/h des 354-kW-Dieselmotors, der einen 370-kVA-Generator antreibt, und bei jährlich etwa 6000 Betriebsstunden, ist dies für die Betreiber angesichts der aktuellen Energiekostenentwicklungen ein wichtiges Entscheidungskriterium. Hinzu kommt der Wegfall von Komponenten wie Kardanwellen, Winkelgetrieben und Kupplungen.

Wenig bewegte Teile mindern die Geräuschentwicklung

Weniger bewegte Teile reduzieren nicht nur deutlich die Geräuschentwicklung der Portalstapler im Betrieb, sie bedeuten auch eine höhere Betriebsicherheit und einen geringeren Wartungsaufwand. Die Radnabenantriebe verlagern zudem den Schwerpunkt der Fahrzeuge weiter nach unten.

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