Grüner Stahl Potente Wasserstofflieferanten dringend gesucht

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Thyssenkrupp, Deutschlands größter Stahlkonzern sucht jetzt offiziell Wasserstofflieferanten für eine geplante Anlage zur klimafreundlicheren Stahlproduktion.

Thyssenkrupp, Deutschlands größter Stahlkonzern, ist fast bereit für die Herstellung von grünem Stahl per Wasserstoffbefeuerung. Doch dafür braucht es genug Wasserstoff. Deshalb sucht man jetzt dringend nach Wasserstofflieferanten, die das Gas nach Duisburg bringen.(Bild:  Thyssenkrupp)
Thyssenkrupp, Deutschlands größter Stahlkonzern, ist fast bereit für die Herstellung von grünem Stahl per Wasserstoffbefeuerung. Doch dafür braucht es genug Wasserstoff. Deshalb sucht man jetzt dringend nach Wasserstofflieferanten, die das Gas nach Duisburg bringen.
(Bild: Thyssenkrupp)

Die Stahlsparte des Industriekonzerns teilte kürzlich mit, dass die Ausschreibung für die Wasserstoffversorgung der ersten sogenannten Direktreduktionsanlage (DR-Anlage) gestartet sei. Ein erster Wasserstoffeinsatz für die Stahlherstellung ist demnach für 2028 geplant. Der Hochlauf auf Wasserstoff-Vollbetrieb soll dann bis 2029 abgeschlossen sein. Thyssenkrupp gibt den Jahresbedarf mit rund 143.000 Tonnen Wasserstoff an. Damit könnten bis zu 3,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden. Das Projekt wird von Bund und Land mit insgesamt zwei Milliarden Euro gefördert.

Thyssenkrupp will Motor der deutschen Wasserstoffwirtschaft werden

Die Ausschreibung richtet sich den Angaben zufolge an alle potenziellen Wasserstofflieferanten, die über Projekte zur Erzeugung von erneuerbarem grünem oder CO2-armem (blauem) Wasserstoff mit Liefermöglichkeiten nach Duisburg verfügen. Thyssenkrupp Steel sprach dabei auch von einem Startschuss für den Wasserstoffhochlauf in Deutschland. Als größter deutscher Wasserstoffverbraucher werde der Konzern damit Initiator und Treiber einer Wasserstoffwirtschaft und bereite so den Weg für die Dekarbonisierung der gesamten Wertschöpfungskette von Stahl. Das Unternehmen will dazu einen klassischen Hochofen, der viel klimaschädliches Kohlendioxid produziert, durch die DR-Anlage ersetzen. Angeschlossen werden zwei sogenannte Einschmelzer, heißt es weiter.

Der Schlüssel zur Dekarbonisierung in Deutschland ist aus grünem Stahl

Der Stahl kann danach wie bisher in der Stahlhütte weiterverarbeitet werden. Die Anlage hat eine Produktionskapazität von 2,5 Millionen Tonnen direkt reduziertem Eisen pro Jahr. Der Vorbereitungen für den Bau laufen bereits. Die neue DR-Anlage soll 2027 fertiggestellt werden. Zunächst soll sie aber bis 2028 noch mit Erdgas befeuert werden. Der erzeugte Stahl wird auch als grüner Stahl bezeichnet, weil bei dieser neuartigen Herstellungsweise weniger Kohlendioxid anfällt als beim klassischen Verfahren. Auch andere Stahlunternehmen wollen mithilfe ähnlicher Verfahren ihren Stahl künftig klimafreundlicher herstellen.

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