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Zehn Unternehmen und NC Gesellschaft zeigen Fertigung mit Mikrowasserstrahlschneiden
So wurde bereits 2012 ein konkretes Finalprodukt mit dem Fokus Mikrowasserstrahlschneiden entwickelt und gefertigt, an dem Schritt für Schritt die einzelnen Stationen für die Herstellung eines Miniaturbauteiles nachvollzogen werden konnten. Beteiligt an dem Projekt waren insgesamt zehn Firmen sowie die NC Gesellschaft, die jeweils einen Punkt der Fertigungskette zu verantworten hatten. Als Produkt wählte man eine Zeckenzange, welche den datentechnischen und fertigungstechnischen Prozess mit sieben Bausteinen abbildete.
Ausgehend von der Produktentwicklung (Design und Konstruktion) wurden die Prozessbausteine des Additive Manufacturing (Konzeptmodell, Formkern für Verpackung) mit dem Mikrowasserstrahlschneiden, der Messtechnik für diese Anforderungen und den erforderlichen Software-Systemen verknüpft. Das Spritzgusswerkzeug, welches dann die Serienfertigung ermöglichte, beendete die Prozesskette.
Inhaltliche Inputgeber, die den Prozess des Mikrowasserstrahlschneidens im Verfahren und der Dienstleistung abbildeten, waren die Schweizer Unternehmen Daetwyler aus Bleienbach, Waterjet aus Aarwangen und Dick & Dick aus Mühlhausen in Deutschland.
Richtlinien für die Mikrofertigung als Entscheidungshilfe
Was Mikrowasserstrahlschneiden mit Blick auf Zahlen und Toleranzen bedeutet, ist, so wie beim Mikrofräsen auch, festgelegt: Den Rahmen bietet die Richtlinie VDI 5210 Blatt 3, die vom Fachausschuss Mikrobearbeitung und Wasserstrahlschneiden im Fachbereich Produktionstechnik und Fertigungsverfahren der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik unter Mitwirkung von Dick & Dick entwickelt und herausgegeben wurde. Diese soll helfen, die geeignete Maschine und damit auch den richtigen Ansprechpartner für klar vorgegebene Anwendungen der Wasserstrahlschneidtechnologie zu finden. Dass es auch für das Mikrobiegen bald eine solche Richtlinie geben wird, liegt aufgrund der zunehmenden Nachfragen für dieses Fertigungsverfahren nahe.
* Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde ist Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik in 99094 Erfurt
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