Elektromobilität Durchschnittspreis für E-Auto auf über 50.000 Euro gestiegen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Das Autoinstitut CAM hat im Vorjahresvergleich einen deutlichen Preisanstieg bei E-Fahrzeugen festgestellt, der fast alle Fahrzeugsegmente betrifft.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden Angebot, Reichweite und Ladeleistung elektrischer Fahrzeuge verbessert. Zeitgleich stieg allerdings das durchschnittliche Fahrzeuggewicht, wodurch größere Batterien mit einem höheren Rohstoffverbrauch verbaut wurden.(Bild:  gemeinfrei)
Im Vergleich zum Vorjahr wurden Angebot, Reichweite und Ladeleistung elektrischer Fahrzeuge verbessert. Zeitgleich stieg allerdings das durchschnittliche Fahrzeuggewicht, wodurch größere Batterien mit einem höheren Rohstoffverbrauch verbaut wurden.
(Bild: gemeinfrei)

Der steigende Preis für E-Autos bremst nach Einschätzung des Branchenexperten Stefan Bratzel den Umstieg auf die Elektromobilität. „Während sich die Reichweite und Ladeleistung von Elektromodellen relativ gut entwickeln, krankt der Markthochlauf der Elektromobilität wesentlich an wettbewerbsfähigen Anschaffungspreisen im Vergleich zu Verbrennern“, sagte der Leiter des „Center of Automotive Management“ (CAM) in Bergisch Gladbach.

Der nach Neuzulassungen gewichtete Durchschnittspreis für einen Stromer ist laut CAM im Vergleich zum Vorjahr um gut 4.000 Euro auf 52.700 Euro gestiegen. Sonderausstattung und Förderungen wurden dabei nicht mitgerechnet. Der Anstieg betreffe fast alle Fahrzeugsegmente.

VW ID 3 deutlich teurer als Golf

Der Preis für einen VW ID 3 zum Beispiel sei in der Basisversion von 38.000 auf 40.000 Euro gestiegen, in der teuersten Ausstattungslinie von 43.700 auf 47.600 Euro. Auch mit Förderprämie sei er „deutlich teurer als ein vergleichbarer VW Golf, dessen Startpreis bei gut 29.000 Euro liegt“.

Ein weiterer Preisanstieg von E-Modellen wäre Gift für einen dynamischen Markthochlauf, sagte Bratzel. Mit dem heutigen Modellangebot in Deutschland sei er ohnehin nur schwer realisierbar.

Reichweite und Ladeleistung steigen

Das Angebot sei zwar seit dem Vorjahr von 78 auf inzwischen 105 batterieelektrische Modelle gestiegen. Die durchschnittliche Reichweite legte laut CAM um 25 auf gut 420 Kilometer zu. Auch die Ladeleistung wurde verbessert. Zugleich aber stieg das durchschnittliche Fahrzeuggewicht um 90 Kilogramm auf über 1,9 Tonnen. Es „werden größere Batteriekapazitäten angeboten, die jedoch einen erhöhten Rohstoffbedarf zu höheren Preisen nach sich ziehen“, erklärten die Branchenexperten.

Nach elf Monaten hätten vollelektrische Antriebe in diesem Jahr mit knapp 470.000 Neuzulassungen einen Marktanteil von 18 Prozent erreicht. Der Anteil der SUVs und Geländewagen daran sei mit 53 Prozent deutlich höher als bei den Benzin- und Dieselautos. Beim E-Modellangebot machen die SUVs inzwischen 46 Prozent aus.

CAM: Zu wenig kleine E-Autos

Für 2024 erwartet das CAM 600.000 BEV-Neuzulassungen. In den unteren Fahrzeugklassen sei die Modellpalette zu klein; chinesische Importe dürften kurzfristig kaum etwas ändern. Ab 2025 rechnet das CAM mit einem „verstärkten Angebot kostengünstiger und ausreichend wettbewerbsfähiger E-Autos“ und einem Absatz von 750.000 BEVs.

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