Erholung! Premiere! Riesiger Roboter übernimmt Schwerstarbeit Entgraten

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Bei Kloeckner Metals Germany in Bremen entlastet ein spezieller Entgratungsroboter jetzt die Mitarbeiter von einer schweren Aufgabe. Das gilt als bisher einzigartig. Hier mehr dazu ...

Dieser vier Meter hohe Industrieroboter von ABB ist bei Kloeckner Metals Germany in Bremen ein willkommener Kollege. Denn er sorgt jetzt vor allem für das vollautomatische Entgraten an hunderte von Kilo schweren Metallbauteilen. Er gilt als einzigartig. Hier erfahren Sie, warum.(Bild:  www.industriefotografie-steinbach.de)
Dieser vier Meter hohe Industrieroboter von ABB ist bei Kloeckner Metals Germany in Bremen ein willkommener Kollege. Denn er sorgt jetzt vor allem für das vollautomatische Entgraten an hunderte von Kilo schweren Metallbauteilen. Er gilt als einzigartig. Hier erfahren Sie, warum.
(Bild: www.industriefotografie-steinbach.de)

Die Kloeckner Metals Germany GmbH (KMG) hat an ihrem Standort in Bremen eine, wie betont wird, in der europäischen Stahlindustrie bis jetzt einzigartige, automatisierte und roboterbasierte Anlage für das Entgraten von bis zu 750 Kilogramm schweren Stahlbrennteilen in den Regelbetrieb übernommen. In der hochmodernen Anlage wird das Entgraten ausgeführt, also das Entfernen scharfer Unebenheiten im Metallkörper, sowie spitze Metallkanten, -splitter oder -fasern, die nicht nur eine hohe Verletzungsgefahr darstellen sondern auch die Funktionsfähigkeit der Endprodukte beeinträchtigen würden. Das neue Roboter entlastet die Mitarbeiter, die diesen anstrengenden Job bisher manuell durchführen mussten, was auch nicht ganz ungefährlich war. Der Kollege Roboter arbeite natürlich auch noch zeit- und kosteneffizienter, sicherer und präziser. Damit wird eine höhere Güte der Brennteilbearbeitung bei gleichbleibend hohem Qualitätsniveau erreicht.

Selbst der Verschleiß der Schleifwerkzeuge wird dabei automatisch überwacht, wie es weiter heißt. Darüber hinaus kann der Roboter auch Schleifvorgänge ausführen, die manuell unmöglich zu machen wären. Zugleich schafft KMG Freiraum für die Mitarbeiter, damit sie andere wichtige Aufgaben angehen können. „Das zukunftsweisende Robotersystem ist High-Tech für unseren Standort Bremen und führt zu einer signifikanten Kapazitätserweiterung in der Produktion. Wir belegen hiermit einmal mehr unsere Innovationsführerschaft in der Stahlindustrie und investieren nachhaltig in die weitere Verbesserung der Arbeitssicherheit“, erklärt Bernhard Weiß, CEO Europa bei KMG.

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Vier-Meter-Roboter entgratet schwere Bauteile völlig selbstständig

Das gemeinsam mit dem Automatisierungsexperten Teqram entwickelte Entgratungsrobotersystem arbeitet mit einem ABB-Industrieroboter vom Typ IRB 6700-245. Er erkennt die Problemstellen und sorgt dann für die Nachbearbeitung von Brennteilen mittels fünf Standardwerkzeugen. Er arbeitet rund um die Uhr. Die Gesamtbedienung des Roboters erfolge dabei mittels der von Teqram zur Verfügung gestellten Software „Easygrinder“, einer High-Level Industrierobotersteuerung, die mit dem Roboter und einer Kamera für die 3D Vision sowie einer Kamera für die Umfeldüberwachung kommuniziere.

Der rund vier Meter hohe 6-Achs-Roboter hat eine Armreichweite von 3 Metern sowie eine Traglastfähigkeit von bis zu 250 Kilogramm im „Pick & Place“-Betrieb. Dabei greift sich der Roboter die bis zu 800 ×1800 Millimeter messenden Teile von acht Paletten, sowie bis zu 750 Kilogramm schwere Bauteile mittels Zuführung per Kransystem. Das Handgelenk-Drehmoment des Roboters liegt bei 1.693 Newtonmeter, die Positionswiederholgenauigkeit bei 0,05 Millimeter und die Bahnwiederholgenauigkeit bei 0,10 Millimeter.

So weiß der einzigartige Roboter, was er wie zu tun hat:

Kontrolliert wird das System über eine einfache, PC-gestützte Desktop-Anwendung. Dabei würden auch viele Daten zur späteren Qualitätsoptimierung gesammelt. Das Kamerasystem „Easyeye“ versetzt den Roboter in die Lage, das Werkteil zu identifizieren, indem Konturen und Formen mithilfe von 3D Vision erfasst werden. Das sorgt für eine genaue Positionierung aller zu bearbeitenden Bauteile und hat den Vorteil, dass alle Tools, die im Nachhinein eingesetzt werden, auch zu 100 Prozent arbeiten. Der Roboter nimmt das Produkt dabei auf, wählt das richtige Werkzeug aus einem Gestell (zwei Meißel, je ein horizontaler und waagerechter Winkelschleifer, ein Stiftfräser sowie ein Magnetarm), schließt es mit einem pneumatischen Verschluss an seinen Arm an und startet mit der Bearbeitung. Die Arbeit umfasst Vor- und Entschlacken, Schleifen, Fräsen, Vorrunden und Senken. Derzeit erfolgten die Arbeitsschritte in drei verschiedenen, wählbaren Programmabläufen. Weitere Varianten würden entwickelt.

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