Weitere Einschnitte ZF-Betriebsrat will weitere Sparmaßnahmen abschmettern

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Betriebsrat des bekanntlich in tiefroten Zahlen steckenden Autozulieferers ZF aus Friedrichshafen will gegen weitere Spaßmaßnahmen protestieren, wie die dpa jetzt meldet.

Der Friedrichshafener Autozulieferer ZF kündigte neue Einschnitte an, die das Geld der Belegschaft schmälern würden, wie der Betriebsrat empört zur Kenntnis genommen hat. Das will man sich offensichtlich nicht so ohne Weiteres gefallen lassen ...(Bild:  ZF)
Der Friedrichshafener Autozulieferer ZF kündigte neue Einschnitte an, die das Geld der Belegschaft schmälern würden, wie der Betriebsrat empört zur Kenntnis genommen hat. Das will man sich offensichtlich nicht so ohne Weiteres gefallen lassen ...
(Bild: ZF)

ZF schreibt Verluste in Höhe von rund einer Milliarde Euro, die es auszubügeln gilt. Am 29. Juli seien nun ein Marsch und eine Kundgebung mit 5.000 Mitarbeitern vor der Konzernzentrale in Friedrichshafen am Bodensee geplant. Der Widerstand richtet sich demnach gegen die Chefetage, die Kürzungen bei übertariflichen Leistungen angekündigt hat, so ein Sprecher des Betriebsrates. Der Protest soll demnach am Tag der Aufsichtsratssitzung stattfinden. Die zusätzlichen Einschnitte kommen nämlich, wie es heißt, aus heiterem Himmel, was das Vertrauen der ZF-Belegschaft in den Vorstand erschüttert. Es seien nun auch drastische Sparmaßnahmen für die Nutzfahrzeugsparte geplant. Tausende der Mitarbeiter sollen deshalb auf noch mehr Geld verzichten. Man habe es aber satt, für die Fehler des Managements den Kopf hinzuhalten, nachdem schon die Arbeitszeiten gekürzt wurden, ohne das Lösungsvorschläge von oben kämen.

ZF ist der Meinung, alles bereits kommuniziert zu haben

Das Unternehmen reagierte, wie es weiter heißt, lediglich mit Unverständnis. Die ZF-Belegschaft wisse, dass ZF auf das schwierige wirtschaftliche und geopolitische Umfeld mit weiteren Einschnitten reagieren müsse. Welcher Art diese Einschnitte seien, werde mit der Arbeitnehmervertretung auch besprochen. Ein Unternehmenssprecher betonte, dass je mehr weiche Personalmaßnahmen (etwa Arbeitszeitabsenkung) man vereinbaren kann, umso eher betriebsbedingte Kündigungen vermeidbar sind. Dass Stellen reduziert werden müssten, sei außerdem schon vor Jahren klar kommuniziert worden. Und auch im Juli 2024 war dieser Punkt Gegenstand der Kommunikation zur ZF-Neustrukturierung in Deutschland. Bis Ende 2028 will ZF also bis zu 14.000 Stellen in Deutschland streichen, das wäre jeder vierte Arbeitsplatz im Land. Und 5.700 sind demnach seit Anfang 2024 schon weg. ZF rette man eben nicht durch Sparen, um aus dem Abwärtsstrudel zu kommen.

(ID:50486272)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung