CAD/CAM-Software

Prototypen schneller auf die Maschine bringen

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Mit Automatismen zum Fräsprogamm

Was die Anforderungen der Fräsbearbeitung anbelangt, unterscheidet sich der Prototypenbau von der Serienfertigung grundlegend: Bei Einzelteilen kommt es nicht darauf an, aus der Bearbeitungszeit die letzten Zehntelsekunden herauszuholen. Mehr Zeit wird gespart, wenn möglichst schnell ein praktikables, prozesssicheres NC-Programm zur Verfügung steht, das im Idealfall in nur einer Aufspannung zu einem fertigen Bauteil führt. Insofern ist die 5-Achs-Bearbeitung für den Prototypenbau eine ideale Technologie – hier zeigt Hypermill seine Stärken.

Grundsätzlich stehen mehrere Anstellstrategien zur Verfügung, sodass für jede Geometrie und jede Maschinenkinematik eine passende Lösung gewählt werden kann. „Die Programmierung ist einfach“, betont Michael Wussack, „da sie sich im Prinzip am dreiachsigen 3D-Fräsen beziehungsweise am Fräsen mit angestelltem Werkzeug orientiert. Zu bekannten 3D-Strategien wie Ebenenschlichten oder Restmaterialbearbeitung gibt es lediglich ein Extrafenster, um die 5-Achs-Anstellungen zu ergänzen.“ Es sind gerade die Automatismen, wie Simultanfräsen ohne Steuerkurven, Steuerflächen oder jobübergreifende Rohteilberechnung bei 2,5D-Bearbeitungen, die die Programmierung einfacher und schneller machen. Mit „Jobmakros“ können vordefinierte Arbeitsabläufe gespeichert und bei Bedarf geladen werden.

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Prototypenbau will effektives NC-Programm in kurzer Zeit

Für Achim Sanzenbacher wird auch die Automatisierung in der Bearbeitung voranschreiten – eine Voraussetzung dafür liefert die CAM-Software: „Auch bei uns im Prototypenbau geht es darum, die Zeit effizient zu nutzen und Maschinen mannarm in der Nacht sowie am Wochenende auszulasten.“ Der Anfang ist mit einer Hermle C22 mit Sechsfach-Palettenwechsler bereits gemacht. Kollisionskontrolle und Simulation in Hypermill geben die nötige Prozesssicherheit.

Die sonst häufig im Zusammenhang mit Hypermill thematisierten Vorteile besonders effizienter Frässtrategien, etwa mit konischen Tonnenfräsern, sind für den Prototypenbauer weniger wichtig als etwa das Zusammenspiel von CAD und CAM. Bei der Serienfertigung fallen die Programmierzeit und somit die Programmierkosten nicht so sehr ins Gewicht, da eine sehr hohe Stückzahl oft über Jahre produziert wird. NC-Programme werden in der Serie häufig noch an der Maschine optimiert. Bei Prototypen aber muss ein effektives NC-Programm in kurzer Zeit zur Verfügung stehen und eventuelle Änderungen am Bauteil müssen oft in den laufenden Prozess einfließen.

„Bei Open Mind und seiner CAM-Lösung Hypermill passt das Gesamtpaket perfekt für unseren Prototypenbau“, lobt Achim Sanzenbacher den Softwareanbieter. „Der Strategiebaukasten ist sehr universell, die Bedienoberfläche über alle Zyklen hinweg einheitlich und klar strukturiert. Die erzeugten Programme sind prozesssicher. Zudem sind wir schneller geworden.“ Das kann er zwar nicht an bauteilbezogenen Zahlen festmachen, „aber der Durchlauf ist messbar gewachsen. Für mich ist Hypermill im Prototypenbau momentan ganz weit vorne.“

* Wolfgang Klingauf ist Fachjournalist. Weitere Informationen: Open Mind Technologies AG in 82234 Wessling, Tel. (0 81 53) 9 33-5 00, info@openmind-tech.com

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