Fünf-Achs-Bearbeitung Prüfwerkstück für die Fünf-Achs-Mikrobearbeitung

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Die Regeln der NC-Gesellschaft e.V. sind als NCG-Empfehlungen anerkannt und werden wie VDI-Richtlinien oder vergleichbare Standards von der Fertigungsindustrie akzeptiert. Zur EMO steht der Vorentwurf für das Mikrofräsen (NCG-2007) zusätzlich zu den verabschiedeten Weißdrucken des Fünf-Achs-Simultanfräsens (NCG-2005) und Wasserstrahlschneidens (NCG-2006) im Mittelpunkt der NCG-Präsentation.

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Um Ultrapräzisionsfertigung zu ermöglichen, werden hochwertige und hochspezialisierte Mikrobearbeitungsmaschinen für die Bewältigung der Fertigungsaufgaben benötigt, die in ihren Fähigkeiten schnell und einfach bewertbar sind. Daraus leitet sich ein hoher Bedarf nach einem standardisierten Prüfwerkstück zur Fünf-Achsen-Simultanbearbeitung für den Mikrobereich ab. Diese Lücke soll die Entwicklung des Mikroprüfwerkstückes der NC-Gesellschaft schließen.

Mikroprüfwerkstück soll möglichst detaillierte Aussagen liefern

Das Mikroprüfwerkstück soll so ausgelegt werden, dass es möglichst viele Aussagen liefert, wie sie auch für die typische Maschinenabnahme benötigt werden. Das sind Geradheitsabweichung, Winkelabweichung (Rollen, Stampfen und Gieren), Positioniergenauigkeit, Winkligkeit der Linearachsen und dynamische Abweichungen (Rundheitsabweichungen).

Damit durch Abweichungen in der Geometrie des Prüfwerkstückes Rückschlüsse auf die genannte Maschineneigenschaften gezogen werden können, muss dieses über eine geeignete Auswahl an Geometrieprofilen verfügen. Verschiedene Geometrien ermöglichen es, über die Prozesskette qualitative Aussagen bezüglich der Fertigungsgenauigkeit und der Dynamik des Fertigungsprozesses zu treffen.

Die NC-Gesellschaft hat das Ziel, in Zusammenarbeit mit der Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH und dem wbk Institut für Produktionstechnik der Universität Karlsruhe einen Standard für ein Prüfwerkstück zur Fünf-Achs-Simultanbearbeitung für den Mikrobereich zu entwickeln und zu etablieren. Dafür wurde ein Vorentwurf eines Prüfwerkstückes entwickelt, das geeignete Geometriemerkmale zur Validierung der Fähigkeiten einer Mikrofräsmaschine aufweist. Aufgrund der besonderen Anforderungen liegt das Hauptaugenmerk der Entwicklungsarbeit auf der ganzheitlichen Betrachtung der Mikrofertigungskette mit der Minimierung der Fehlereinflüsse und der Beachtung der Messbarkeit.

Die weitere Ausarbeitung und Optimierung wird in enger Absprache mit den Herstellern von Ultrapräzisions-Mikrofräsmaschinen erfolgen.

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