Gut zu wissen Diese drei Effekte beeinflussen unser Gehirn

Von Christina Welnhofer 2 min Lesedauer

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In unserem Alltag begleiten uns viele psychologische Effekte, die unser Denken und unsere Entscheidungen beeinflussen. Wie Sie sich diese zunutze machen können, erfahren Sie hier.

Psychologische Effekte begleiten uns im alltäglichen Leben – so auch im Berufsalltag. Mit etwas HIntergrundwissen können wir diese Effekte nutzen.(Bild:  Jorm Sangsorn - stock.adobe.com)
Psychologische Effekte begleiten uns im alltäglichen Leben – so auch im Berufsalltag. Mit etwas HIntergrundwissen können wir diese Effekte nutzen.
(Bild: Jorm Sangsorn - stock.adobe.com)

Ob bei Gehaltsverhandlungen, in Besprechungen oder im alltäglichen Umgang miteinander. Tagtäglich begegnen uns psychologische Effekte, die unser Denken oder das Denken anderer beeinflussen – und sie können genutzt werden. Drei der bekanntesten Effekte stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

1. Der Ankereffekt

Obwohl dieser Effekt den meisten bekannt ist, kennen nur wenige den Fachbegriff dazu. Der Ankereffekt ist eine Art Wahrnehmungsstörung, die bei Entscheidungsprozessen eintritt. Dabei wird dem Gehirn ein sogenannter „Anker“ gegeben, den es als Orientierungswert verwendet. Dieser Ankereffekt kann genutzt werden! Zum Beispiel in Gehaltsverhandlungen. Um die Chancen auf Ihr Wunschgehalt zu steigern, können Sie Ihrem Gegenüber einen höher angesetzten Ankerwert vorgeben. An diesem Wert wird sich bei der anschließenden Entscheidung orientiert. Dieser Effekt ist der Grund, dass oftmals empfohlen wird einen Wert über dem Wunschgehalt anzugeben. Dadurch entscheidet sich Ihr Gegenüber eher für ein Gehalt in der Nähe von diesem genannten Wert.

Der Ankerwert sollte jedoch mit Vorsicht gewählt werden! Wenn dieser zu weit von einem realistischen Wert liegt, führt das zu einem gegenteiligen Effekt. Statt sich am Anker zu orientieren, würde sich ihr Gegenüber absichtlich von diesem Orientierungswert entfernen.

2. Der Haloeffekt

Der Haloeffekt ist ein Urteilsfehler, bei welchem die eigene Wahrnehmung von Menschen beeinflusst wird. Dabei schließen wir von einzelnen positiven Eigenschaften einer Person automatisch auf weitere positive Eigenschaften. Dieser Effekt kann beispielsweise bei Bewerbungen oder Vorstellungsgesprächen genutzt werden. Kandidaten, die hochwertig gekleidet sind, gute Manieren haben und sich gut ausdrücken können, erscheinen den meisten Interviewpartnern kompetent und qualifiziert.

Doch auch hier kann sich der Effekt umdrehen: Fallen dem Gegenüber zuerst negative Eigenschaften auf, so schließt dieses auf weitere negative Merkmale. Daraus entsteht ein schlechter erster Eindruck.

3. Der Rückschaufehler

„Das habe ich doch gewusst!“ oder „Habe ich es nicht gleich gesagt?“. Solche Ausrufe deuten auf den Rückschaufehler hin. Dieses psychologische Phänomen beschreibt ebenfalls einen Urteilsfehler. Hierbei sind sich Personen nach dem Eintritt eines Ereignisses sicher, dass sie dieses bereits im Vorhinein prognostiziert haben. Insbesondere wenn jemandem Fehler unterlaufen, rechtfertigen sich Beteiligte im Nachhinein, dass sie den Fehler vorhergesehen hätten. Dieses Verhalten hat den Grund, dass jeder Mensch sein eigenes Selbstbild schützen will.

Ständige Rechtfertigungen im Berufsalltag können jedoch zu Unmut im Team führen. Daher ist es wichtig, sich Fehler einzugestehen und sich nicht vom eigenen Gehirn austricksen zu lassen.

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