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Der Befund: Die schon älteren, drehzahlstarren 37-kW-Brauchwasserpumpen waren ständig in Betrieb; der Förderstrom wurde durch mechanisches Drosseln angepasst. Die jährlichen Betriebskosten der Pumpen lagen bei über 20000 Euro.
Richtig ermittelter Betriebspunkt ermöglicht geringere Pumpenleistung
Bei der Überprüfung dieser Pumpen ermittelte der Grundfos-Service zunächst den für die Anforderungen der Anlage spezifischen Betriebspunkt. Nachdem der richtige Betriebspunkt feststand, kam man mit den Unilever-Betriebsingenieuren überein, dass anstatt der 37-kW-Aggregate Pumpen mit 15 kW Leistung vollkommen ausreichen.
Bereits das Reduzieren der Motorgröße von 37 auf 15 kW bedeutet, dass die Pumpe selbst bei einem weiterhin drehzahlstarren Betrieb mit weniger als 50% des bisherigen Kostenaufwands arbeitet. Um die Energieeffizienz weiter zu verbessern, entschied sich Unilever für die Installation von drehzahlgeregelten NBE-Pumpen von Grundfos (Bild 5).
Die neuen Pumpen fördern das Prozessbrauchwasser nun mit einer reduzierten Drehzahl (45 Hz). Durch die drehzahlgeregelte Lösung spart Unilever weitere 20% Kosten ein und verbessert zudem seine Kontrolle über das Produktionsverfahren. Die Amortisationszeit der neuen Pumpen liegt bei nur 12 Monaten.
Drei von vier Pumpen zur Versorgungssicherheit installiert
Im Wasserwerk 1 in Templin sind fünf Reinwasserpumpen installiert – vier große Aggregate und eine kleine Schwachlastpumpe. Zusammen mit der kleinen Pumpe ist eine der großen Pumpen praktisch immer in der Lage, den Normalbetrieb aufrechtzuerhalten.
Aus Gründen der Versorgungssicherheit muss das Wasserwerk die drei anderen Aggregate für Bedarfsspitzen und insbesondere für Notfälle bereithalten (Feuerlöschfall). Um die Frage zu klären, ob die vorhandene Technik heute noch zeitgemäß ist, wurde ein Pump-Audit durchgeführt.
Neue Schwachlastpumpe spart 25% der Betriebskosten
Aufgrund der ermittelten leistungs- und strömungsrelevanten Werte der Schwachlastpumpe und insbesondere der zeitlichen Verteilung der benötigten Förderleistung wurde als Austauschpumpe eine Edelstahl-Kreiselpumpe mit integriertem Frequenzumrichter (CRE 45-3) vorgeschlagen. Die jährliche Einsparung an elektrischer Energie beträgt bei gleicher Förderleistung 8795 kWh; dies entspricht bei einem Strompreis von 0,12 Euro pro Kilowattstunde einer jährlichen Betriebskostenersparnis von 1055 Euro pro Jahr beziehungsweise 25% der bisherigen Betriebskosten der Altpumpe. Eines der vier großen Aggregate wird durch die vorgeschlagene Pumpe kleinerer Leistung ersetzt. Die beiden kleinen Pumpen decken den Normalbetrieb vollständig ab.
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