Medizintechnik Pumpen in der Medizintechnik übernehmen kritische Aufgaben

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Ziele der permanenten Weiterentwicklung von Miniaturpumpen für medizinische Anwendungen sind größere Wartungsintervalle, Reduzierung von Größe und Gewicht bei gleichzeitiger Leistungssteigerung sowie Verringerung von Laufgeräuschen und Vibrationen.

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Abhängig von den Anforderungen müssen bei der Auswahl von Miniaturpumpen Kriterien wie Pumpengröße, Effizienz, Lebensdauer, Pulsation und Kompressionsvermögen berücksichtigt werden. (Bild: Gardner Denver Thomas)
Abhängig von den Anforderungen müssen bei der Auswahl von Miniaturpumpen Kriterien wie Pumpengröße, Effizienz, Lebensdauer, Pulsation und Kompressionsvermögen berücksichtigt werden. (Bild: Gardner Denver Thomas)

Miniaturpumpen sind in der Medizintechnik heutzutage nicht mehr wegzudenken. Überall dort, wo in medizinischen Anwendungen Luft oder Gase komprimiert, evakuiert oder gefördert werden, sind die kleinen Helfer im Einsatz. Die unterschiedlichsten Aufgaben werden dabei möglichst geräusch- und vibrationsarm sowie äußerst zuverlässig verrichtet. Je nach Anwendung werden bis zu 25000 Betriebsstunden ohne Wartung oder Reparatur erzielt.

Physiologische Unbedenklichkeit der medienberührenden Pumpenteile

Die völlig ölfreie Technik der einzelnen Pumpenprinzipien und die physiologische Unbedenklichkeit der medienberührenden Teile gewährleisten dabei den absolut verfälschungsfreien Transport der Fördermedien. Dies ist gerade in der Medizintechnik einer der entscheidenden Faktoren, da eine Veränderung des Fördermediums unkalkulierbare Risiken in der Diagnose oder Therapie beinhalten würde.

Miniaturpumpen übernehmen oft eine kritische Aufgabe; dabei ist es wichtig, die jeweils richtige Technologie im Hinblick auf die Funktion und Präzisionsanforderungen medizinischer Geräte auszuwählen. Mehrere unterschiedliche Technologien stehen dabei heutzutage zur Verfügung.

Abhängig von den Anforderungen müssen dabei Kriterien wie Pumpengröße, Effizienz, Lebensdauer, Pulsation und Kompressionsvermögen berücksichtigt werden. Zum Vergleich sind diese in der Tabelle (siehe Bildergalerie) in Abhängigkeit vom Pumpenprinzip dargestellt.

Trocken laufende Membranpumpen als Kompressor und als Vakuumpumpe geeignet

In trocken laufenden Membranpumpen bewegt sich im Pumpenkopf eine flexible Membrane auf und ab (Bilder 1 und 2). Diese Bewegung entsteht durch Verbindung der Membrane mit einem Pleuel, das von einem an der Motorwelle montierten Exzenter bewegt wird.

Bei der Abwärtsbewegung der Membrane wird über Flatterventile Gas oder Luft in die Pumpenkammer gesaugt, die dann bei der Aufwärtsbewegung wieder ausgestoßen wird. Membranpumpen sind gleichermaßen geeignet für die Verwendung als Kompressor oder Vakuumpumpe und zeichnen sich besonders durch sehr geringe Laufgeräusche, hohen pneumatischen Wirkungsgrad bis zu 70% und Gasdichtigkeit aus.

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