Anbieter zum Thema
Langlebige Sicherheit
Auf den Dichtkontakt wird durch die Vorspannung des Elastomers und der Schraubenzugfeder eine Radialkraft zur Welle ausgeübt. Die Vorspannung entsteht bei der Montage: Der Dichtring wird auf die Welle aufgezogen und somit aufgeweitet. Aus der Elastomer- und Federspannung resultiert dabei eine Radialkraft, die auf den Dichtkontakt wirkt. Dadurch wird die scharfe Dichtkante abgeflacht und es entsteht eine Berührfläche, die nur einige Hundert Mikrometer breit ist. Diese winzige, aber vollkommen ausreichende Fläche sowie die vergleichweise geringen Radialkräfte der SKF-Dichtringe tragen maßgeblich zu einer langen Lebensdauer der SKF-Lösungen bei.
Natürlich darf bei aller Langlebigkeit vor allem die Sicherheit nicht zu kurz kommen. Aus diesem Grund hat SKF die Dichtkante – unterstützt durch die Position der Schraubenzugfeder – so ausgelegt, dass der Schwerpunkt der Pressungsverteilung zur Ölseite hin verlagert ist. Innerhalb einer kurzen Einlaufphase bildet die Dichtlippe eine angeraute Kontaktfläche an der Dichtkante mit einer Mikrostruktur auf dem Elastomer aus. Diese führt im Betrieb über die asymmetrische Pressungsverteilung und die Relativbewegung zu einer Verzerrung im tribologischen Kontakt. Diese Verzerrung wiederum erzeugt eine Förderwirkung im Ölfilm von der Atmosphärenseite zur Medienseite der Kontaktzone hin.
All diese Mechanismen zusammen sorgen dafür, dass das Medium in der Kontaktzone nicht austritt und in den Ölraum zurückgefördert werden kann. Während der Dichtspalt bei rotierender Welle stets mit einer ausreichenden Menge Schmierstoff versorgt ist, wird eine Leckage verhindert. Diesen Job erledigen die SKF-Dichtungen für den Industriebereich so gut, dass sie unter dem Aspekt Dichtsicherheit kaum zu schlagen sind.
Materialbeständigkeit hängt von der Umgebung ab
Damit die Dichtkante den Wellenbewegungen im Betrieb folgen kann, muss ein elastisches Verhalten der Membran über die gesamte Lebensdauer hinweg gegeben sein. Nur so ist die notwendige Anpresskraft der Dichtkante zur Welle gewährleistet.
Wie sich die Membran langfristig verhält, hängt von der Beständigkeit des Materials gegenüber den jeweiligen Umgebungs- und Betriebsbedingungen ab. Dazu gehören Parameter, wie beispielsweise die abzudichtenden Medien, die Betriebstemperatur, die Umfangsgeschwindigkeit und Oberfläche der Welle sowie der im System herrschende Druck.
(ID:42402808)