Mineralguss Rampf eröffnet Produktionszentrum für Mineralguss in China

Redakteur: Stéphane Itasse

Taicang (si) – Die Rampf-Gruppe aus Grafenberg hat ihr erstes Produktionszentrum für Mineralguss im chinesischen Taicang eröffnet. Rund 1 Mio. Euro hat das Unternehmen nach eigenen Angaben in den neuen Standort mit dem Namen Rampf (Taicang) Co., Ltd. investiert. Ab März 2008 startet 50 Kilometer von Shanghai entfernt die Produktion von Mineralguss der Marke Epucret für den asiatischen Markt.

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Die Leitung der Rampf (Taicang) Co., Ltd. übernimmt Martin Neumann. Die Voraussetzungen für die Mineralguss-Produktion sind laut Unternehmen gut: Ausgebildete Fachkräfte und die Infrastruktur sprächen für Taicang in der Jiangsu-Provinz.

In den vergangenen Monaten ist dort eine Mineralguss-Produktion nach deutschem Vorbild entstanden. Die Jahreskapazität ist laut Rampf auf mehrere Tausend Tonnen ausgelegt. Damit stellt die Rampf-Gruppe für das Mitgliedsunternehmen Epucret die Belieferung von Kunden in ganz Asien sicher.

Derzeit zählt der Standort fünf Mitarbeiter. Bis Ende 2008 will Geschäftsführer Martin Neumann in Taicang etwa 25 Personen beschäftigen, die Meisten davon in der Produktion.

China-Niederlassung will lokale Hersteller mit Mineralguss beliefern

Zur Zielgruppe der neuen Niederlassung zählen internationale Maschinenbauer mit Produktionsstandort in China, aber auch chinesische Unternehmen. „Wir wollen nah bei unseren Kunden sein. Der Standort ist dafür prädestiniert. Taicang ist zentral an der Ostküste Chinas gelegen. Mitten im Jangtse-Delta“, erläutert Martin Neumann.

Entwicklung sowie Konstruktion der Maschinengestelle und deren Formen verbleiben bei Epucret in Deutschland. Damit möchten die Verantwortlichen der Produktpiraterie vorbeugen. Zugleich kann sich Rampf Taicang ausschließlich auf Herstellung und Vertrieb konzentrieren.

Bauteile und Materialien für Mineralguss fast komplett aus China

Bauteile und Materialien für den Mineralguss bezieht die Niederlassung zu über 90% aus China. „Durch den hohen Lokalisierungsgrad lassen sich Kosten sowie Zeit bei Transport, Zoll und natürlich Produktion einsparen. Ein wesentlicher Vorteil für uns und unsere Kunden“, erläutert der China-Geschäftsführer.

Für den Epucret-Standort in Wangen bei Göppingen indes bedeutet die Niederlassung in China keine Einschränkungen oder gar Produktionsverlagerungen aus Lohnkostengründen. Dafür steht die Unternehmerfamilie Rampf ein. Epucret baut gerade seine Kapazitäten in Deutschland für 2,5 Mio. Euro aus.

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