Brandschutz Rauchen verboten
Nach den statistischen Zahlen der VdS Schadenverhütung GmbH bezüglich der Entstehungsorte von Bränden entfallen ungefähr 32% auf den Bereich der Elektroinstallation. ...
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Nach den statistischen Zahlen der VdS Schadenverhütung GmbH bezüglich der Entstehungsorte von Bränden entfallen ungefähr 32% auf den Bereich der Elektroinstallation. Dabei sind die elektrischen Schaltschränke und Schaltanlagen mit ihren aktiven und passiven Bauteilen ein erhebliches Gefährdungspotenzial. Dort installierte Rauchschalter verkürzen die Zeit zur Erkennung von Bränden erheblich. Hohe Betriebstemperaturen im Inneren der Schaltschränke auf Grund von Nachrüstungen, mangelnde Belüftung, Überlastung von Geräten, Versagen von Schutzeinrichtungen durch falsch ausgelegte oder fehlende Selektivität, Reso-nanzerscheinungen durch Netzrückwirkungen, schaffen die Voraussetzungen für das Entstehen von Bränden in Schaltschränken. Von den Schaltschränken aus kann sich ein Brand durch die Brandlasten der Kabel und Leitungen ins Gebäude fortsetzen. Die Folgen eines Brandes sind in erster Linie die Gefährdung von Menschenleben, die materiellen Schäden an Gebäuden, Produktionsstätten, Stromversorgungen und Elektroverteilungen und der damit verbundene Produktionsausfall. Brände gefährden Existenz des betroffenen UnternehmensEine Statistik der Vds Schadenverhütungs GmbH zeigt, dass nach einem Brand 23% der Betriebe nach einem Jahr wieder voll betriebsfähig sind, 28% der Betriebe innerhalb eines Jahres aus dem Geschäft sind, bei 43% der Betrieb nicht wieder aufgenommen wird und 6% der Betriebe verkauft wurden oder fusionierten.Versorgungssicherheit und Anlagenverfügbarkeit ist in unserer hoch technisierten Welt eine der wichtigs-ten Forderungen. Produktionsausfälle und/oder Anlagenstillstände, hervorgerufen durch Schaltschrankbrände, verbunden mit hohen Instandsetzungskosten müssen nicht sein. Dem vorbeugenden Sachwerteschutz sollte auch angesichts knapper Kassen eine hohe Bedeutung beigemessen werden. Entsteht in einem Schaltschrank ein Brand, vergeht eine Zeit, bis der Brand bemerkt wird und zum Beispiel von der Gebäudebrandmeldeanlage Alarm ausgelöst wird. In der Zwischenzeit kann sich der Brand weiter ausbreiten. Der Rauchschalter Securus-90-RSS-03 von EAS-Schaltanlagen wird direkt im Schaltschrank montiert, dient der frühestmöglichen Rauch- beziehungsweise Branderkennung und dem Schutz von Menschenleben und Sachwerten.Hauptanwendungsbereiche für den Rauchschalter sind Niederspannungshauptverteilungen, Installationsverteiler, Fernmelde- und Datenschränke, MSR-Schaltschränke für Heizung, Klima, Lüftung, Entrauchung, Produktion, Fördertechnik, Verfahrenstechnik, Aufzüge und Notstromaggregate. Schaltanlagen werden üblicherweise in eigenen elektrischen Betriebsräumen oder funktionsbedingt direkt in der Produktion untergebracht. Sind keine elektrischen Betriebsräume vorhanden, bleibt oftmals keine andere Möglichkeit, elektrische Schaltanlagen, obwohl nicht zulässig, auch in Flucht- und Rettungswegen zu montieren. Mit geeigneten Produkten wie feuerbeständigen Schaltschränken, Revisionsöffnungen oder Trennwandsystemen (F30/F90) können die Brandlasten (I30/I90) sicher eingehaust werden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass durch die Brandschutzdämmung der Einhausungen die im Inneren durch die elektrischen Geräte entstehende Verlustwärme schlechter abgeführt wird. Um die Betriebssicherheit während des normalen Betriebes zu gewährleisten, ist es in vielen Anwendungsfällen erforderlich, die eingehausten elektrischen Einrichtungen mit Belüftungsöffnungen zu versehen, die während des normalen Betriebes geöffnet sind. Kommt es innerhalb der Schaltschränke zu erhöhten Temperaturen oder Rauch, müssen die offenen Belüftungseinrichtungen geschlossen werden, um zu verhindern, dass die Flucht- und Rettungswege mit Rauchgasen beaufschlagt werden. Rauchschalter gibt automatisch AlarmsignalDazu werden im Schaltschrank ein Rauchschalter und in den Belüftungsöffnungen elektromagnetisch betätigte Fallschieber montiert. Der Rauchschalter erkennt einen Temperaturanstieg oder Rauch, betätigt über einen Kontakt die Fallschieber, verschließt die Belüftungsöffnungen und gibt ein Alarmsignal an die entsprechenden Meldesysteme weiter. Diese Situation lässt sich auch für Schaltanlagen, welche sich direkt in der Produktion befinden, übertragen. Ähnliches gilt für Anlagen mit Funktionserhalt wie Sprinkleranlagen, Brandmeldeanlagen und Sicherheitsbeleuchtungen. Kommt es im Gebäude durch einen Brand zu erhöhten Temperaturen oder Rauch, müssen die offenen Belüftungseinrichtungen geschlossen werden, um den Funktionserhalt der Anlagen nicht zu gefährden.Die intelligente Rauchschaltergeneration Securus-90-RSS-03 arbeitet bei der Raucherkennung nach dem Streulichtprinzip. Eine integrierte Messkammerüberwachung in Verbindung mit einer Alarmschwellennachführung kontrolliert den Verschmutzungsgrad und passt die gemessenen Werte permanent an. Dadurch werden Fehlalarme vermieden, die Alarmempfindlichkeit bleibt unverändert und die Betriebsdauer wird erhöht. Durch eine integrierte, verschiedenfarbige Leuchtdiode werden Verschmutzungszustände, Störungen beziehungsweise Alarme angezeigt. Über einen zusätzlichen Temperatursensor wird bei einer Überschreitung der Grenztemperatur durch das eingebaute Relais eine Störmeldung ausgelöst. Für das System gibt es verschiedene Ausbaustufen. Je nach Anwendungsfall, Umfang, Sicherheitskriterien und Kundenwünschen lassen sich neben der Temperatur noch weitere Kenngrößen abfragen, verändern und berechnen. Wartungszyklen könnten aufgrund von Langzeitüberwachung allmählich steigender Temperaturen genau bestimmt werden (Verschmutzung der Filter). In der einfachsten, kostengünstigsten Version, zum Beispiel bei Überwachung eines Schrankes (Unterverteilung), besteht das System aus einem Rauchschalter und einem Netzgerät. Dort ist zum Beispiel die Grenztemperatur von 70 °C fest eingestellt. Bei den umfangreichen Versionen mit Auswertegerät kann man die aktuellen Temperaturwerte abfragen und die Grenzwerte beliebig einstellen.Schraublose Anschlussklemmen erleichtern MontageDer Rauchschalter ist für die direkte Montage auf einer DIN-Tragschiene TS 35 geeignet und hat einen Platzbedarf von acht Teilungseinheiten (8 x 17,5 mm). Die Verdrahtung wird montagefreundlich über schraubenlose, abziehbare Anschlussklemmen ausgeführt. Ein eingebautes Relais mit potentialfreiem Öffner sorgt für die Weiterleitung einer Störmeldung an beliebige Meldesysteme oder betätigt die Fallschieber von Lüftungsöffnungen.Für die Stromversorgung dient das externe Netzgerät Securus-90-NAS-03 aus der gleichen Produktfamilie. Es benötigt ebenfalls acht Teilungseinheiten. Ein Netzteil kann bis zu 20 Rauchschalter mit Spannung versorgen. Dies kommt zum Beispiel bei typgeprüften Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen nach VDE 0660 Teil 500 mit inneren Schottungen von Feld zu Feld vor. Besteht die NSHV zum Beispiel aus zehn Schrankfeldern, installiert man in einem Feld im oberen Schrankbereich das Netzgerät und einen Rauchschalter. In die weiteren neun Schrankfelder kommt jeweils ein Rauchschalter, der über eine interne Busleitung versorgt wird. Ein Relaiskon-takt am Rauchschalter dient der Alarmierung. Über eine entsprechende Adressierung, wie „NSHV Feld 3“, lässt sich die Störung genau zuordnen. Es kann nur das zum geprüften System gehörende Netzgerät verwendet werden. Dabei handelt es sich nicht um ein reines Netzgerät zur Spannungsversorgung. Zusätzlich befindet sich dort noch ein Ausgangsrelais, um zum Beispiel einen Sammelalarm abzusetzen. Optional kann man ein übergeordnetes Auswertegerät einsetzen.
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