Zulieferer Keine Rettung für Recaro in Sicht

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, wird der Sitzhersteller Recaro abgewickelt. Einen Investor, der die Produktion aufrecht erhält, konnte der Insolvenzverwalter nicht finden.

Recaro ist bekannt für hochwertige Sportsitze. Nur ist die Nachfrage inzwischen eingebrochen, das Unternehmen pleite. Ein Investor ist nicht zu finden.(Foto:  Recaro)
Recaro ist bekannt für hochwertige Sportsitze. Nur ist die Nachfrage inzwischen eingebrochen, das Unternehmen pleite. Ein Investor ist nicht zu finden.
(Foto: Recaro)

Der traditionsreiche Autositzhersteller Recaro Automotive wird abgewickelt und die Produktion nach 118 Jahren endgültig geschlossen. Dies teilte ein Sprecher des Insolvenzverwalters in Kirchheim/Teck (Kreis Esslingen) mit. Es gebe zwar Gespräche mit einem Investor. Dieser habe aber kein Interesse am Erhalt der Produktion. Die Herstellung von Sitzen wird daher bis Jahresende eingestellt. Zuvor hatten „Stuttgarter Nachrichten“ und „Stuttgarter Zeitung“ darüber berichtet. Das Unternehmen befindet sich nun in einem normalen Insolvenzverfahren. Zuvor hatte es versucht, sich in Eigenverwaltung zu sanieren.

Von der Abwicklung sind etwas mehr als 200 Beschäftigte betroffen. 135 davon seien schon widerruflich freigestellt und noch 90 in der Produktion beschäftigt. Die Recaro Automotive GmbH machte zuletzt knapp 50 Millionen Euro Umsatz. Alle Mitarbeiter werden nach den Worten des Sprechers der Insolvenzverwaltung ihren Arbeitsplatz verlieren. Recaro stellte seit Jahrzehnten Autositze für Sportwagen her und meldete vor wenigen Monaten Insolvenz an. Als Grund wurde der Wegfall eines Großauftrags genannt.

Gegründet wurde Recaro als „Stuttgarter Carosserie- u. Radfabrik“ am 1. Oktober 1906 vom Sattlermeister Wilhelm Reutter in der Augustenstraße in Stuttgart. Am 24. Juli 1909 meldet er das Patent für ein „Klappverdeck mit Vordach, insbesondere für Motorfahrzeuge“ an. Diese sogenannte „Reformkarosserie“ war ein konstruktiver Vorläufer des Cabriolets. In seiner langen Geschichte hatte Recaro eine wechselhafte Eigentümergeschichte (unter anderem Keiper und der Automobilzulieferer Adient) und wurde mehrfach umorganisiert.

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