Gehet hin, in alle Welt! Regierung drängt Taiwans Hightech-Zulieferer nach Deutschland und Japan

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Taiwan spielt in Sachen Halbleiterindustrie eine große Rolle. Der Branchenriese TSMC will sich im Ausland niederlassen. Geht es nach Taiwans Regierung, sollen das auch die Zulieferer tun.

Der taiwanische Chiphersteller TSMC lässt sich bekanntlich in Dresden nieder. Diesem Beispiel sollen die entsprechenden Zulieferer aus Taiwan folgen, wenn es nach dem Willen der dortigen Regierung geht. Hier mehr zu den geplanten Sprüngen nach Europa und auch nach Japan ...(Bild:  Tsung Shin)
Der taiwanische Chiphersteller TSMC lässt sich bekanntlich in Dresden nieder. Diesem Beispiel sollen die entsprechenden Zulieferer aus Taiwan folgen, wenn es nach dem Willen der dortigen Regierung geht. Hier mehr zu den geplanten Sprüngen nach Europa und auch nach Japan ...
(Bild: Tsung Shin)

Taiwan will seinen Hightech-Zulieferern helfen, sich an Standorten des Halbleiterriesen Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) in Deutschland und Japan anzusiedeln, wie die dpa meldet. In Deutschland will man die betreffenden Unternehmen zunächst dabei unterstützen, Fuß zu fassen, um sich im Bereich künstlicher Intelligenz (KI) anzusiedeln, weil Taiwan in puncto Hardware in diesem Feld führend ist, betont Wirtschaftsminister Jyh-Huei Kuo aus Taipeh. So könne man anderen Ländern dabei helfen, diesen Bereich zu entwickeln.

Bis zu 30 taiwanische Zulieferer für Deutschland und Japan

Der taiwanische Halbleiterkonzern TSMC baut bekanntlich in Dresden eine Fabrik, in der die Produktion von Chips für die Autoindustrie ab 2027 anlaufen soll. Das erste Werk des Branchenriesen in Europa soll

2.000 Arbeitsplätze schaffen. An der Investition sind TSMC und die bereits in Dresden ansässigen Unternehmen Bosch, Infineon und NXP Semiconductor beteiligt. Taiwan will die Zulieferer aber, wie gesagt, auch nach Japan bitten. Laut Kuo ist es höchste Priorität seiner Behörde, eine Dienstleistungsfirma in der südwestjapanischen Präfektur Kyushu einzurichten, um den Unternehmen in der TSMC-Lieferkette zu helfen, dort ihre Produktion so früh wie möglich aufzubauen. Dasselbe Prinzip soll auch in Deutschland angewendet werden. In Japan produziert der taiwanische Chip-Riese bereits und will sich vergrößern. Clark Tseng vom Industrieverband Semi Taiwan sprach im Fall Japans von 20 bis 30 Zulieferern aus verschiedenen Bereichen, die sich in Kyushu ansiedeln sollten. In Deutschland soll es dann so ähnlich ablaufen.

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