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Mit dieser konstruktiven Maßnahme kann eine Feinjustierung aufgrund von Toleranzen oder Werkzeugverschleiß vorgenommen und die Standmenge des Werkzeuges deutlich gesteigert werden, da ein Durchmesserverlust, der durch Schneidenverschleiß entsteht, kompensiert wird (Bild 3).
Gleiche Fertigung auf Bearbeitungszentrum möglich
Das gleiche Kurbelgehäuse wird an einem zweiten Standort in geringeren Stückzahlen gefertigt. Dort kommt jedoch aus Flexibilitätsgründen bei der Semifinishbearbeitung ein Werkzeug auf einem Bearbeitungszentrum zum Einsatz.
Bearbeitungszentren für die Motorenproduktion haben in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen. Sie bieten sich besonders an für geringere Stückzahlen oder eine erhöhte Flexibilitätsforderung.
Bohrstangen ohne Gegenlager für Bearbeitungszentren
Bei der Bearbeitung von Kurbelwellenlager-Bohrungen auf Bearbeitungszentren werden vornehmlich Bohrstangen ohne Gegenlager verwendet. Um das Längen-Durchmesser-Verhältnis dieser Werkzeuge erträglich zu gestalten, werden die Lagerbohrungen von beiden Seiten des Kurbelgehäuses bearbeitet. In diesem Beispiel bei einer Fünffach-Lagerung werden also von einer Seite drei Lagerbohrungen bearbeitet und die restlichen zwei von der anderen Seite.
Auch bei dieser Vorgehensweise ist ein Durchmesser-Längen-Verhältnis der Bohrstange von 5:1 erforderlich. Die Schneidplatten der Bohrstangen sind mit einem Anlagekeil versehen, der mittels Differentialschraube eine Feinjustierung des Bohrdurchmessers erlaubt (Bild 4).
Mit diesen Entwicklungen geht Ingersoll konsequent den Weg, sein Leistungsspektrum als Systemanbieter der Automobilindustrie immer weiter auszudehnen, um bei vielen Komponenten im Automobilbau Komplettlösungen anbieten zu können.
Burkhard Braas ist Leiter Werbung und Medien bei der Ingersoll Werkzeuge GmbH in 35708 Haiger
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