Innovationstag Mittelstand Reinigungsroboter putzt Dach-Photovoltaikanlagen
Ein ferngesteuerter Reinigungsroboter für Dach-Photovoltaikanlagen ist eine der Energie- und Umwelttechnikneuheiten, die auf dem Innovationstag Mittelstand am 16. Mai in Berlin präsentiert werden. Zu der Veranstaltung in der Tschaikowskistraße 49 lädt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie herzlich ein.
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Umwelteinflüsse wie Feinstaub und Ammoniakemissionen lagern sich auf Photovoltaikzellen ab und verhindern eine optimale Sonnenausbeute. In der Folge sinkt die Stromleistung einer Anlage um bis zu 20 %. „Unser Roboter soll helfen, die Effizienz der Anlagen kontinuierlich auf hohem Niveau zu halten“, ist Hermann Staudinger, Geschäftsführer der Staudinger GmbH, von seiner im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) geförderten Innovation überzeugt.
Je nach Verschmutzungsgrad erfolgt die Zugabe von Osmosewasser
Um Leistungseinbußen zu vermeiden, werden die Photovoltaikzellen mit dem Roboter einmal jährlich gereinigt. Der mechanische Reinigungsprozess erfolgt dabei durch eine Kombination aus zwei Rundbürsten und einer Linearbürste, die pendelnd gelagert sind. Je nach Verschmutzungsgrad erfolgt unterstützend die Zugabe von Osmosewasser; auf herkömmliche Reinigungsmittel wird verzichtet. Dank einer integrierten Infrarotkamera erkennt das Gerät zudem fehlerhafte Zellen per Infrarotthermografie. Der Roboter, der mit seinen beiden Kettenfahrwerken im Gegensatz zu herkömmlichen Reinigungssystemen auch Dachneigungen bis zu 45° selbstständig befahren kann, ohne abzugleiten, soll nach Unternehmensangaben noch vor Sommerbeginn 2013 zum Einsatz kommen.
Rotorblatt für Windkraftanlagen mit integriertem Blitzschutz
Zu den weiteren Branchenausstellern in Berlin gehören auch ZIM-geförderte Netzwerke mittelständischer Firmen, darunter das Nemo-Netzwerk Leifak – Leichtbau mit faserverstärkten Kunststoffen. Der Wissenschafts- und Firmenverbund zeigt den Prototypen eines Rotorblatts für Windkraftanlagen kleiner und mittlerer Leistung mit integriertem Blitzschutz. Da das einzelne Rotorblatt meist von bestehenden Schutzbereichen an der Anlage ausgenommen ist, kann ein Blitzschlag nicht nur Beschädigungen bis hin zum kostspieligen Funktionsausfall verursachen.
Durch umherfliegende Teile nach einem Blitztreffer können Menschen und umliegende Gebäude erheblichen Schaden nehmen. Um Rotorblätter mit eigenen Schutzmaßnahmen auszustatten und so Schäden am Einschlagpunkt zu vermeiden, haben die Netzwerkpartner einen Kupferstreifen als leitendes Material in die Rotorblätter integriert. Schlägt der Blitz ein, wird er über den Kupferstreifen und die rotierende Anlage in den Boden abgeführt.
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