U-Nglaublich! Rekordlogistik! 350-Tonnen-U-Boot rollt wochenlang durch Deutschland

Quelle: TII Scheuerle 4 min Lesedauer

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Der Transport des U-Boots U-17 vom Technikmuseum Speyer zum Schwestermuseum Sinsheim dürfte nach Ansicht von TII Scheuerle für Schwertransportfans die Sensation des Jahres sein.

Man traut den Augen kaum! Ein U-Boot rollt auf der Straße dahin?! Möglich macht sowas das Know-how und die Technik von TII Scheuerle. Genau gesagt, ist es der Transport von U-17 der Bundesmarine vom Technikmuseum Speyer zum Schwestermuseum Sinsheim ...(Bild:  TII Scheuerle)
Man traut den Augen kaum! Ein U-Boot rollt auf der Straße dahin?! Möglich macht sowas das Know-how und die Technik von TII Scheuerle. Genau gesagt, ist es der Transport von U-17 der Bundesmarine vom Technikmuseum Speyer zum Schwestermuseum Sinsheim ...
(Bild: TII Scheuerle)

Zigtausende Menschen fieberten, wie es heißt, vier Wochen lang mit, wie das 350 Tonnen schwere U-Boot U-17 den Weg vom Technikmuseum Speyer zum Schwestermuseum Sinsheim bewältigte. Der Transport war laut TII Scheuerle ein heikles Unterfangen. Denn der zu Lande bis zu 90 Meter lange und zehn Meter hohe Transportverbund musste unter tiefen Brücken und Hochspannungsleitungen hindurch bugsiert werden. Dann warteten auch noch die engen Straßen des hügeligen Kraichgaus. Damit U-17 unter den Hindernissen hindurch gelangte, musste es mithilfe einer speziellen Vorrichtung immer wieder um 70 Grad und mehr um seine Längsachse gedreht werden – Weltpremiere! Dadurch legte sich der Turm innerhalb weniger Minuten zur Seite. Die Höhe des Transports verringerte sich so auf das erforderliche Durchfahrtsmaß. Die Beförderung übernahm die Spedtion Kübler, das Transport-Know-how stammt von TII Scheuerle.

Wahrer Balanceakt auf schwimmendem Ladungsträger

Zuerst ging es auf Rhein und Neckar von Speyer über Mannheim nach Haßmersheim. Auf 30 Intercombi-Achslinien von TII Scheuerle, Spezialist für Schwertransporte auf befestigten Straßen und off-road aus der TII Group, gelangte der maritime Oldtimer der Bundesmarine zunächst auf einen Flussponton. Sowohl das Auf- als auch das Abfahren des insgesamt rund 500 Tonnen schweren Transports auf den schwimmenden Ladungsträger entwickelte sich zum Balanceakt, bei dem der 66 Meter lange und 11,5 Meter breite Ponton ständig neu nivelliert werden musste, um die sich stetig verändernde Belastung auszugleichen, wie sich TII Scheuerle erinnert.

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Während der Scheuerle-Modultransporter mit dem U-Boot Zentimeter um Zentimeter auffuhr, behielt die Crew der Spedition Kübler die 240 Räder des Intercombi ständig im Auge. Sie stellte durch die Ballastierung und den insgesamt 650 Millimeter hohen Achsausgleich sicher, dass sich der Ponton und U-17 immer in der Waage befand. Nach etwa drei Stunden war der Roll-on erledigt und die Leihgabe der wehrtechnischen Studiensammlung des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr („BAAINBw“) bereit für den Transport im Schubverband über den Fluss.

U-Boot tritt mit vereinten Kräften den finalen Landgang an

Vor dem Roll-off in Haßmersheim mussten die Teams von Kübler, Fischer Kran Transporte, Van der Wees und der Technik Museen Sinsheim Speyer Hand in Hand arbeiten, um U-17 mit acht Hydraulikzylindern auf 1,4 Meter aufzubocken, so dass die 30 Scheuerle-Intercombi-Achslinien das U-Boot für den finalen Landgang wieder unterfahren konnten. Auch dabei war das präzise Ausbalancieren von Ponton und Achslinien entscheidend für den Erfolg der Mission. Und die Strömung des Neckars stellte auch noch eine besondere Herausforderung dar. Vorsichtig tastete sich der modulare Plattformwagen über Rampen auf den Ponton und unter U-17, anschließend wieder Zentimeter für Zentimeter mit der Ladung an Land – das U-Boot ist an Land! Nun mussten all Kräfte gebündelt werden, denn am nächsten Tag begann der Straßentransport. Intercombi-Verbünde kommen wie im Falle des U-17-Transports übrigens als Anhängerkombination, aber auch als Sattelzug oder als selbst angetriebene Transporter zum Einsatz. Durch die Möglichkeit, die Module längs und quer zu koppeln, sind auch schwerste Transporte auf öffentlichen Straßen möglich. Die hohe Flexibilität und Variabilität der Module mache sie zum Allrounder für Transporte von schwersten Baumaschinen und Mining-Geräten, Langmaterialien, Bauteile von Windkraftanlagen, Transformatoren, Brückenelementen et cetera.

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