RFID

RFID-Technik automatisiert die Warenbuchung in der Produktion

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Qualitätsmanagement wird im Unternehmen groß geschrieben – deshalb wird direkt nach dem Produktionsprozess kontrolliert, ob Soll-Stückzahl und tatsächlich produzierte Stückzahl übereinstimmen. Dazu wird das Gewicht jedes gefüllten Behälters mittels einer Handhubwagen-Waage überprüft. Durch das Gesamt- und Einzelgewicht kann die Anzahl der Produkte im Transportbehälter ermittelt werden.

RFID hilft künftig bei der Stückzahlkontrolle

Künftig werden bei diesem Wiegevorgang die RFID-Transponder der Kanban-Karten und der Behälter mit einem RFID-Handlesegerät ausgelesen. Die Daten werden miteinander verknüpft und dienen im weiteren Prozessablauf der eindeutigen Identifzierung von Behälter und Inhalt.

Zusätzlich werden vom Handlesegerät die Gewichtsdaten der Waage übernommen und anschließend alle Daten über WLAN zum Server übermittelt. Nur wenige Sekunden später erhält der Mitarbeiter im Monitor des RFID-Lesegeräts die vom Server ermittelte Gehäusestückzahl im Behälter.

Mit RFID-Lesegeräten am Gabelstapler werden alle Behälter im Zwischenlager erfasst

Nach dem Produktionsprozess werden die gefüllten Behälter mit einem Gabelstapler vom Produktionsbereich in das Zwischenlager transportiert. Dabei können maximal vier Behälter auf einmal befördert werden. Anschließend werden die Wareneingangsbuchungen manuell durchgeführt.

Um die Buchungen im Zwischenlager zukünftig automatisch zu realisieren, wurde der Gabelstapler mit zwei Ha-Vis-RFID-Lesegeräten ausgerüstet (Bild 1 – siehe Bildergalerie). Auf der Gabel wurden zwei Antennen positioniert, die sich mitbewegen. Somit werden alle Behälter erfasst, die vom Stapler aufgenommen werden.

Damit die Antennen nicht ununterbrochen eingeschaltet sind und sämtliche Daten im Umfeld lesen, wurde ein Ultraschall-Abstandssensor zwischen den beiden Gabelzinken des Flurförderzeugs angebracht. Die Antennen werden so erst eingeschaltet, sobald ein oder mehrere Behälter geladen werden.

RFID-Transponder werden beim Beladen des Staplers gelesen

Beim Beladen des Gabelstaplers werden die RFID-Transponder gelesen, die Daten im Staplerterminal gefiltert und zwischengespeichert. Wenn der Gabelstapler im Lager abgeladen hat, werden die Daten über WLAN an den Server gesendet und die Wareneingangsbuchung durchgeführt (Bild 2).

RFID-Transponder am Einfahrtstor zum Lager erfassen den Gabelstapler bei jeder Durchfahrt. So können Position und Richtung des Staplers bestimmt werden.

Damit wird verhindert, dass die Daten willkürlich gesendet werden, beispielsweise nach einem Rangiervorgang im Produktionsbereich, was dann zu einer falschen Wareneingangsbuchung führen würde. So wird sichergestellt, dass die Daten erst nach einer echten Warenein- beziehungsweise Warenauslagerung gesendet werden.

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