Kein Deal Rheinmetall wird VW-Osnabrück nicht übernehmen

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Die Zukunft des VW-Werks in Osnabrück schien relativ gesichert, den Rheinmetall wollte übernehmen. Daraus wird jetzt doch nichts ...

Erste Option kommt nicht! Im VW-Werk Osnabrück hat Rheinmetall bekanntlich die Lage für mögliche Fertigungsprojekte ausgecheckt. Möglich wäre etwa der Bau von dieser Art von 6-Rad-Panzern gewesen. Doch dazu wird es nicht kommen, wie Rheinmetall jetzt informiert.(Bild:  Rheinmetall / W. Geiger)
Erste Option kommt nicht! Im VW-Werk Osnabrück hat Rheinmetall bekanntlich die Lage für mögliche Fertigungsprojekte ausgecheckt. Möglich wäre etwa der Bau von dieser Art von 6-Rad-Panzern gewesen. Doch dazu wird es nicht kommen, wie Rheinmetall jetzt informiert.
(Bild: Rheinmetall / W. Geiger)

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einer möglichen Übernahme des VW-Werks in Osnabrück, bei dem bald die letzten VW-Modelle vom Band laufen, eine Absage erteilt. Eine Übernahme des Werkes sei unter den gegebenen Voraussetzungen kein Thema für Rheinmetall. Zuvor hatte die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom geplatzten Deal berichtet. Zum Hintergrund: VW sucht nach einer neuen Verwendung für den Standort, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Und Rheinmetall, Deutschlands größter und momentan deutlich expandierender Rüstungskonzern, galt bisher als wichtigster Interessent. Dessen Vorstandschef Armin Papperger hat die Fabrik auch vor einem Jahr besucht und dort auch Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit ausgelotet.

Gefragt sind derzeit aber 8-Rad-Spähpanzer & Co.

Der Standort Osnabrück wäre nach Angaben eines Rheinmetall-Sprechers für den Konzern zur Produktion von 6-Rad-Panzerfahrzeugen attraktiv gewesen, doch aktuell werden laut Rheinmetall keine weiteren Kapazitäten dafür benötigt. Eine erhöhte Nachfrage gebe es demnach aber nach Panzern, die auf acht Rädern durchs Gelände fahren. Um dem Bedarf gerecht zu werden, weite Rheinmetall stattdessen nun seine Kapazitäten in Kassel aus. Damit ist das Thema Osnabrück für Rheinmetall nicht mehr interessant, scheint es. Doch vielleicht kommt ein anderer ins Spiel ...?

VW-Chef will noch dieses Jahr entscheiden

Erst vor Kurzem hatte der VW-Chef Oliver Blume angekündigt, dass bis Ende

2026 über die Zukunft des Werkes Osnabrück zu entscheiden ist. Zugleich bestätigte er auch, dass es Gespräche mit Rüstungsunternehmen gebe. Daraus kann man schließen, dass nicht nur Rheinmetall Interesse an Osnabrück angemeldet hat. Aber die Zeit drängt, denn die Produktion der dort gebauten Porsche-Modelle läuft in diesem Jahr aus. Und Mitte 2027 dann auch die Fertigung des T-Roc-Cabrios. Wird keine Lösung gefunden, betrifft das rund 2.300 Beschäftigte, heißt es. Osnabrück ist übrigens das kleinste Volkswagen-Werk, in dem vor der Übernahmen durch VW Karmann-Modelle vom Band rollten.

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