Größte Investition Rheinmetall baut Munitionsfabrik in Litauen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Rheinmetall will in Litauen ein neues Werk zur Herstellung von 155-Millimeter-Artilleriegeschossen bauen, wie jetzt verkündet wurde.

Artilleriemunition im Kaliber 155 Millimeter von Rheinmetall wird demnächst im Nato-Land Litauen vom Band laufen. Denn dort wird ein neues Werk dafür entstehen. Für Litauen sei es die größte Rüstungsinvestition in der Landesgeschichte.(Bild:  Rheinmetall)
Artilleriemunition im Kaliber 155 Millimeter von Rheinmetall wird demnächst im Nato-Land Litauen vom Band laufen. Denn dort wird ein neues Werk dafür entstehen. Für Litauen sei es die größte Rüstungsinvestition in der Landesgeschichte.
(Bild: Rheinmetall)

Für den Bau einer Munitionsfabrik schlossen der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall und die Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes Litauen jetzt eine Absichtserklärung ab, wie die dpa sagt. Im Beisein von Ministerpräsidentin Ingrida Simonyte unterzeichnete ein Rheinmetall-Vertreter kürzlich in Vilnius das Abkommen gemeinsam mit der litauischen Wirtschaftsministerin Ausrine Armonaite. Auch der Verteidigungsminister Laurynas Kasciunas war zugegen. Einzelheiten zum Inhalt wurden nicht gegeben. Nach Angaben von Armonaite wird die Investition von Rheinmetall die bisher größte Investition im Rüstungsbereich und einer der größten in der Geschichte Litauens sein. „Dieser Schritt wird unserer Industrie, unserer Wirtschaft und der Sicherheit unserer Region Auftrieb geben“, sagte die Ministerin bei der live im litauischen Fernsehen übertragenen Zeremonie. Litauen ist bereit, weiter mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass diese Erfolgsgeschichte schnell vorangeht. Die Gespräche über ein Investitionsabkommen sollen demnach bald beginnen.

Bundeswehreinheit wird nach Litauen verlegt

Verteidigungsminister Kasciunas betonte, die Produktion von Munition im Land sei einer der Lehren des Krieges in der Ukraine. Die Unabhängigkeit von globalen Lieferketten und die Produktion hier in Litauen gelten demnach als ein integraler Bestandteil der nationalen Sicherheit und Verteidigung. Rheinmetall hatte übrigens Mitte März auf der Bilanzpressekonferenz für 2023 Pläne für den Aufbau eines Werks zur Artillerieproduktion in Litauen bestätigt. Dort soll künftig auch eine gepanzerte Brigade der Bundeswehr fest stationiert sein. Rheinmetall betreibt in Litauen seit Sommer 2022 gemeinsam mit der Rüstungsfirma Krauss-Maffei Wegmann (KMW) ein Wartungszentrum. Dort werden die Gefechtsfahrzeuge der in Baltikum stationieren Nato-Kampfverbände und die von Deutschland an die Ukraine abgegebenen Leopard-2-Kampfpanzer instand gehalten.

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