Rüstungsindustrie Rheinmetall rüstet Ukraine mit Drohnenabwehrsystem aus

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Weil Russland die Ukraine mit massiven Drohnenangriffen plagt, wird der Ruf nach einem neuen System der deutschen Rüstungsfirma Rheinmetall laut ...

One shot Ahead! Das mobile Drohnenabwehrsystem Skyranger von Rheinmetall holt die Flugroboter per 35-Millimeter-Revolvergun (ähnlich Gatling) von Oerlikon vom Himmel. Die Geschosse zerlegen sich per Zeitzünder und schicken dem Ziel bis zu 300 Projektile entgegen.(Bild:  Rheinmetall)
One shot Ahead! Das mobile Drohnenabwehrsystem Skyranger von Rheinmetall holt die Flugroboter per 35-Millimeter-Revolvergun (ähnlich Gatling) von Oerlikon vom Himmel. Die Geschosse zerlegen sich per Zeitzünder und schicken dem Ziel bis zu 300 Projektile entgegen.
(Bild: Rheinmetall)

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will der Ukraine zur Drohnenabwehr sein neues Luftverteidigungssystem Skyranger liefern, wie jetzt bekannt wurde. Ein entsprechender Vertrag werde am 10. September auf der Verteidigungsmesse DSEI in London unterzeichnet, informierte Vorstandschef Armin Papperger das ZDF-Magazin Wiso. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Skyranger geliefert werden. Nach Angaben des Magazins handelt es sich um ein Geschäft in 3-stelliger Millionenhöhe. Skyranger wird als ein mobiles Flugabwehrsystem beschrieben, weil es von Fahrzeugen aus, wie etwa dem Boxer (Bild), operieren kann. Damit bekommt die Ukraine den Skyranger noch vor der Bundeswehr. Das System nutzt entweder eine 35-Millimeter- oder eine 30-Millimeter-Revolverkanone von Oerlikon, die sogenannte „AHEAD Air Burst“-Munition verschießen können. Das Hauptgeschoss zerlegt sich dabei nach einer gewissen Zeit und sorgt für eine Art Schrotschuss gegen das Ziel. Die Reichweite beträgt 4.000 respektive 3.000 Meter.

Drohnenschwärme überlasten Flugabwehr

Jedes dieser Systeme könne laut Rheinmetall einen Sektor von vier mal vier Kilometern abdecken, um dieses Areal komplett frei von feindlichen Drohnen zu halten. Das sei auch nötig, denn die Ukraine erleide derzeit die schwersten Luftangriffen seit Kriegsbeginn. Mit Hunderten gleichzeitig angreifender Drohnen gelinge es dabei immer wieder, die ukrainische Luftabwehr zu überlasten. Skyranger soll zumindest das Gleichgewicht wieder herstellen. Auch Deutschland hat der Rüstungsfirma aus Düsseldorf einen Großauftrag über 595 Millionen Euro zur Lieferung eines Prototyps und weiterer 18 Serienfahrzeuge erteilt. Die Lieferung an die Bundeswehr sollte ursprünglich bis Ende 2024 erfolgen. Papperger ließ dabei durchblicken, dass die Bundeswehr diese Geräte aber bisher noch nicht bekommen hat.

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