Hochphase Rheinmetall rollt mit Abstrichen von Rekord zu Rekord

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Bei Rheinmetall gibt es seit Längerem nur die Richtung „vorwärts“. Doch es gibt auch Negatives zu berichten ...

Rekordwaffenschmiede! Rheinmetall gab jetzt ein Fazit für die ersten neun Monate des Jahres ab. Die liefen trotz einiger Holperer so gut, dass man die Prognosen für die letzte Jahresphase angehoben hat ...(Bild:  Rheinmetall)
Rekordwaffenschmiede! Rheinmetall gab jetzt ein Fazit für die ersten neun Monate des Jahres ab. Die liefen trotz einiger Holperer so gut, dass man die Prognosen für die letzte Jahresphase angehoben hat ...
(Bild: Rheinmetall)

Als Folge des Ukraine-Kriegs bleibt Deutschlands größter Rüstungskonzern bei seinen Geschäften stur auf Rekordkurs. Wie Rheinmetall jetzt mitteilte, stiegen der Umsatz in den ersten neun Monaten 2025 um 20 Prozent (auf 7,5 Milliarden Euro) und das operative Ergebnis um 18 Prozent (auf 835 Millionen Euro). So hohe Werte hatte Rheinmetall binnen neun Monaten noch nie in den Büchern gehabt. Das Management bestätigte daraufhin sein ambitioniertes Jahresziel! Demnach soll 2025 der Umsatz mindestens eine um 25 Prozent höhere Marke erreichen als als letztes Jahr. Mit anderen Worten: Man rechnet fest damit, noch im letzten Jahresquartal auch kräftig Kasse machen zu können.

Schleppende Abrufe der abgemachten Bestellungen

Eitel Sonnenschein herrsche allerdings nicht auf der ganzen Breite der Rheinmetall-Front, denn in der Finanzsparte Nomination, das wird als eine Art erweiterter Auftragseingang erklärt, gab es einen deutlichen Rückgang, der mit 17,6 Milliarden Euro beziffert wird, wie es dazu heißt. Im letzten Jahr waren es rund vier Milliarden mehr. Der Wert sei zwar gesunken, doch im langjährigen Vergleich immer noch sehr hoch. Es geht laut Aussage der Düsseldorfer Waffenschmiede dabei um den klassischen Auftragseingang, neu abgeschlossene Rahmenverträge mit Militärs und andere Kundenvereinbarungen über künftige Abrufe. Aber manche Regierungen von Nato-Staaten möchten zwar angesichts der russischen Bedrohung deutlich mehr in ihre Armee investieren, doch die tatsächlichen Bestellungen schleppen sich demnach dahin. Und der größte Auftraggeber – die Bundeswehr – wird erst jetzt langsam die noch vor dem Ampel-Aus abgemachten Bestellungen abrufen, weil nun erst von der neuen Regierung der Haushalt dafür bewilligt wurde.

Das ist das Waffensystemportfolio von Rheinmetall

Rheinmetall stellt Panzer, Artilleriegeschütze nebst Munition, Flugabwehrgeschütze, Militärlastwagen, Drohnen und Munition her. Bei Artilleriegranaten man übrigens der größte Hersteller der westlichen Welt. Und am dafür zuständigen niedersächsischen Standort in Unterlüß wurde deshalb kürzlich ein neues Werk in Betrieb genommen. Die Waffenschmiede baut ihre Produktionskapazitäten derzeit auch sehr stark aus – nicht nur in Deutschland. Aktuell sind es 13 Werke, die Rheinmetall nach eigener Aussage in Europa entweder neu entstehen lässt oder massiv ausbaut. Kürzlich auch der obligatorische Spatenstich für ein neues Werk in Litauen absolviert. Ein weiteres Werk soll es später auch in Lettland. Und mit der bulgarischen Regierung vereinbarte Rheinmetall kürzlich den Bau von zwei Werken für die dortige Herstellung von Munition und Pulver.

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