Herstellung von Eisenbahnrädern
Ringwalze schließt die Lücke

Ein Gastbeitrag von Simon Scherrenbacher* 5 min Lesedauer

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Andritz Schuler hat am Standort Erfurt Mitte September erstmals eine innovative Ringwalze präsentiert. Die Anlage ist für einen Hersteller von Eisenbahnrädern in Kasachstan bestimmt, der damit Ringe mit einem Durchmesser bis 2.000 Millimetern und einer Höhe bis 400 Millimetern fertigen kann.

Bei der Vorführung Mitte September der neu entwickelten Anlage mit einer Radialkraft von 200 Tonnen und einer Axialkraft von 160 Tonnen konnten Kunden aus der Schmiedeindustrie beobachten, wie aus einer glühenden Ringvorform ein Radreifen gewalzt wurde.(Bild:  Andritz Schuler)
Bei der Vorführung Mitte September der neu entwickelten Anlage mit einer Radialkraft von 200 Tonnen und einer Axialkraft von 160 Tonnen konnten Kunden aus der Schmiedeindustrie beobachten, wie aus einer glühenden Ringvorform ein Radreifen gewalzt wurde.
(Bild: Andritz Schuler)

Es begann alles mit dem Projekt „Close the Gap“. Zur Produktion von nahtlosen Ringen bot der Pressenhersteller Andritz Schuler damals alle Anlagen bis auf eine, die dabei allerdings eine zentrale Rolle einnimmt: die Ringwalze. Ermutigt von der Erfolgsgeschichte der selbst entwickelten Radwalze zur Fertigung von Eisenbahnrädern fiel 2017 schließlich die Entscheidung zur Schließung der Lücke im Herstellungsprozess.

Jens Aspacher vom Vertrieb bei Andritz Schuler kann sich noch gut daran erinnern: „Wir hatten in der Vergangenheit schon zahlreiche Pressen zur Herstellung von Ringvorformen gebaut, einschließlich unterschiedlicher Werkzeugkonzepte. Die Kunden baten uns immer wieder darum, eine komplett schlüsselfertige Linie zu liefern. Doch dazu fehlte uns die Ringwalze.“