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Bei der Konzeption der vollständig automatisierten Anlage waren die Abteilungen Konstruktion, Kundenservice und IT mit eingebunden. Damit sollte sichergestellt werden, dass zum einen die Arbeitsprozesse genau auf die Anforderungen der Kunden abgestimmt werden, zum anderen die Anlage einfach zu bedienen ist. Bei der Konstruktion der Anlage mussten die Entwickler auf eine Reihe von Besonderheiten achten. Um etwa die verschiedenen Arbeiten in dem vorgegebenen Takt zuverlässig erledigen zu können, wurde der Roboter mit einem Doppelgreifer ausgestattet. Dafür wurde speziell ein Programm entwickelt. Mit ihm kann der Werkstückträger in einem Arbeitsschritt entleert und wieder befüllt werden – ein wesentlicher Aspekt zur Steigerung der Effizienz. Die Roboterzelle wurde zudem so konzipiert, dass eine Umrüstung auf andere Werkstücke problemlos möglich ist. „Die Integration des Roboters in die Maschinenabläufe erforderte nicht nur die Anpassung der Maschinenverkleidung, sondern auch die Entwicklung einer geeigneten Schnittstelle zwischen Roboter- und Maschinensteuerung“, schildert Kopp eine weitere Herausforderung, die erfolgreich gemeistert wurde.
Einfüttern und Entnahme der Werkstücke mit zwei Greifern
Der sechsachsige Kuka KR 6 R900 sixx WP entnimmt in der Roboterzelle aus einer Palette das zu bearbeitende Werkstück, beispielsweise eine Wendeschneidplatte oder ein Schaftwerkzeug. Wendeschneidplatten werden auf einen Pin aufgesetzt. Anschließend positioniert er das Werkstück vor der Türe der Zelle, die sich dann automatisch öffnet. Der Roboterarm fährt dann durch die offene Türe zum Schleifgerät außerhalb der Roboterzelle, wo sich während des laufenden Betriebs bereits ein bearbeitetes Werkstück befindet. Mit dem zweiten Greifer entnimmt der Roboter dieses Werkstück und füttert anschließend über eine schnelle Drehung des Greiferarms das neue Werkstück ein. Die Bearbeitung des neuen Werkstückes mit der Werkzeugschleifmaschine UW I F beginnt. Der Roboterarm kehrt derweil in die Roboterzelle zurück. Dort wird das bearbeitete Werkstück in der Abblasstation gereinigt und wieder in der Palette abgelegt, bevor sich der Roboter das nächste zu schleifende Werkstück greift und der Arbeitsablauf wieder von vorne beginnt.
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