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Um das Arbeiten mit dem Roboter für das Autogen-Brennschneiden zu optimieren, verwendet Cloos das Offline-Programmiersystem Moses der Firma Autocam aus Dortmund: „Damit können wir die individuellen Schneid-Programme unabhängig vom Fertigungsprozess erstellen und testen“, erklärt Moseler.
Roboter wird für das Brennschneiden im Wesentlichen offline programmiert
Auf der Anlage selbst sind in der Regel keine Anpassungen mehr notwendig. Moses berechnet aus wenigen Parametern, wie etwa dem Rohrdurchmesser, den Wandstärken und der Art der Schweißfase, die 3D-CAD-Daten, die Schnittkantengeometrien sowie die erforderlichen Bewegungen und Bahnkurven des Schneidroboters und erzeugt dazu ein Programm für die Rotrol-Steuerung des Roboters.
Die Cloos-Brennschneidanlage selbst besteht aus dem Roboter Romat320, der stehend auf einem verschiebbaren Längsfahrwerk montiert ist. In einem Spannfutter am Werkstück-Positionierer werden die zu bearbeitenden Rohrteile eingespannt und während des Schneidprozesses simultan zur Roboterbewegung gedreht. Gesteuert wird die Anlage von der Robotersteuerung Rotrol II, die Cloos in unterschiedlichsten Anlagen weltweit im Einsatz hat.
Software beinhaltet exakt passende Bearbeitungsmodule
„Die Software beinhaltet direkt auf unsere Anforderungen zugeschnittene Bearbeitungsmodule für Blechzuschnitte inklusive Fasen. Wir konnten daher unsere Mitarbeiter ohne großartige Programmier-Kenntnisse für diese neue Aufgabe qualifizieren“, sagt Moseler. Auch hier unterscheidet sich das Cloos-System vom Wettbewerb, wo oftmals teure Programmiererstunden anfallen.
„Die Anlagenbediener sind hochmotiviert an die Systemumstellung herangegangen und haben die Roboter-Brennschneidanlage schon während der Realisierungsphase im Cloos-Werk in Haiger bei Schulungen kennengelernt. Dadurch lief auch der Produktionsstart unproblematisch“, so der Chef. Bedient wird die Anlage über das PHG, das handliche Programmiergerät mit seinem großen Display und der übersichtlichen Folientastatur.
„Wir sind so begeistert von diesem Schneidsystem, dass bereits Geschäftspartner darauf aufmerksam geworden sind und ebenfalls über den Einsatz eines Roboters nachdenken“, freut sich Geschäftsführer Özogul über die richtige Investitionsentscheidung.
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