Robotertechnik

Roboter erledigt wertschöpfende Arbeiten in den Nebenzeiten

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Der eingesetzte Roboter der Quantec-Serie zeichnet sich durch bis zu 160 kg weniger Gewicht und 25% weniger Volumen im Vergleich zu seinem Vorgängermodell aus. Reichweite und Traglasten sind jedoch unverändert. Die leichteren Bauteile ermöglichen eine höhere Dynamik, noch kürzere Taktzeiten und sind dennoch steifer. Dadurch überzeugt die Roboterserie durch eine Punktwiederholgenauigkeit von ±0,06 mm. Die Quantec-Serie wurde auf der Basis eines Gleichteilekonzeptes realisiert mit lediglich vier Motorisierungs- und Getriebevarianten. Die Konstruktion zeichnet sich durch minimierte Störkonturen und eine kompakte Hand für Zugänglichkeit selbst in engen Bereichen aus.

Die Prozessdurchlaufzeit des Bauteils wurde deutlich verkürzt

Alle erforderlichen Bearbeitungsschritte zur Entstehung des Werkstückes werden komplett in der neuen Zelle erledigt. Deswegen sind die früher erforderlichen Prozessschritte wie die zweite Aufspannung und das Sägen und Entgraten an anderen Arbeitsplätzen weggefallen. Die Prozessdurchlaufzeit des Bauteils verkürzt sich deutlich. Damit der Roboter die einzelnen Bearbeitungsschritte kollisionsfrei durchführen kann, wurde der Aufbau der Zelle mit dem Simulationsprogramm Kuka Sim simuliert und das Zellenlayout entsprechend den Bearbeitungsradien konzeptioniert.

In der Planungsphase wurde sorgfältig auf die Bedienerfreundlichkeit der gesamten Zelle geachtet. Die Werkzeugmaschine kommuniziert direkt über eine Profibus-Schnittstelle mit dem Roboter. Die Mitarbeiter beherrschen sowohl die Roboterbedienung als auch die Bedienung der Werkzeugmaschine. Die Automationsanlage ist so konzipiert, dass ein umkompliziertes Anpassen an sich ändernde Produktionsvorgänge möglich ist. Die Bearbeitungsstation kann durch eine andere Vorrichtung flexibel eingesetzt werden. Die Greifer können je nach Anforderung an ein neues Bauteil angeglichen werden. „Ein Roboter kann ein Bearbeitungszentrum nicht ersetzen“, weiß Andreas Schuhbauer. „Aber wenn ein Roboter in den Nebenzeiten die Werkstücke fertig bearbeitet, bringt das in diesem Fall eine ganze Menge: rund 1700 Teile mehr im Jahr.“

* Stefanie Senft arbeitet in der Corporate Communications der Kuka Roboter GmbH, 86368 Gersthofen.

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