Umformtechnik Rohrbearbeitung für Pipelines erfordert präzise Herstellungsverfahren

Redakteur: Annedore Munde

Mehr als 1200 km lang ist sie, die Ostseepipeline „Nord Stream“. Zusammengesetzt aus 13 m langen und 11 t schweren Einzelstücken mit einem Durchmesser von 1,15 m und Wanddicken zwischen 27 und 41 mm. Doch hinter dem zusammengeschweißten Endlosrohr verbirgt sich mehr.

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Gerade hinsichtlich optimaler Pipeline-Rohre ist es notwendig, einen zwischen den einzelnen Maschinen abgestimmten Herstellungsprozess zu gewährleisten. Wichtig für die Produktion qualitativ hochwertiger Rohre ist der gründlich abgestimmte Formprozess zwischen einer 3-Walzen-Biegemaschine beziehungsweise Biegepresse, einer Nachrundepresse und einer Heftpresse, um ein exaktes Ergebnis für die nachfolgenden Prozessschritte zu erzielen.

Biegepresse bietet Vorteile im Vergleich zu 3-Walzen-Biegemaschine

Die Biegepresse bietet gegenüber einer 3-Walzen-Biegemaschine einige Vorteile. So können auf der Biegepresse Rohre mit einem Rohrdurchmesser-Wanddicken-Verhältnis geformt werden, die auf einer 3-Walzen-Biegemaschine nicht mehr geformt werden könnten.

Benötigt wird weiterhin eine Nachrundepresse, um die geraden Enden bei einer Wanddicke von bis zu 40 mm zu runden. Danach muss das Schlitzrohr so geheftet werden, dass kein Versatz der Längskanten entsteht.

Heftpresse macht Nahtversatz unsichtbar

Erreicht wird das mittels einer speziell entwickelten Heftpresse, welche per Laserscanner den Nahtversatz erkennt und dementsprechend das sogenannte Schlitzrohr so zusammendrückt, dass anschließend kein Nahtversatz zu erkennen ist.

Für den optimalen Schweißprozess ist eine exakte Kantenbearbeitung unabdingbar. Es muss gewährleistet sein, dass über eine Länge von 12 oder 18 m der Schweißsteg konstant ist und eine Kopiereinrichtung den Blechunebenheiten nachfährt.

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