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Das Kernstück bildet das Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum ausgerüstet mit einer soliden, fest eingebauten Dreh-Schwenktischeinheit mit Durchmessern von 420 beziehungsweise 520 mm, ausgelegt für Aufspanngewichte bis 350 kg. Die Maschinen der EL-Baureihe (EL als Abkürzung für External Loading) sind serienmäßig ausgerüstet mit einer automatisch betätigten Flügeltüre an der linken Maschinenseite sowie einem pneumatischen Spann- und Prüfdruckanschluss zur Betätigung von Nullpunktspannsystemen oder Spannvorrichtungen.
Maschinen für die Automatisierung vorbereitet
In Verbindung mit der ebenfalls ab Werk integrierten Profibusschnittstelle sind die Maschinen vorbereitet für eine Automatisierung durch einen Palettenspeicher oder eine Roboterzelle. Zusätzlich steht optional eine Schnittstelle für ein 190-fach-Stand-by-Werkzeugmagazin zur Verfügung.
Durch die Beladung von der linken Maschinenseite bleibt der Arbeitsraum für Einricht- und Kontrollarbeiten oder aber für die facharbeiterbezogene Einzelteilfertigung uneingeschränkt von vorne zugänglich. Die Hedelius RS505 EL und RS605 EL decken damit die Einzelteilfertigung ebenso ab wie die automatisierte Klein- und Mittelserienfertigung.
Universelle Schnittstellen ermöglichen spätere Automatisierung der Maschine
Die Schnittstellen sind dabei universell ausgelegt und ermöglichen es auch Drittanbietern, die Maschine zu einem späteren Zeitpunkt zu automatisieren. So kann man zunächst mit überschaubaren Investitionskosten in die Fünf-Achs-Bearbeitung einsteigen und die Maschine in weiteren Schritten durch ein größeres Werkzeugmagazin oder einen Palettenspeicher beziehungsweise Industrieroboter automatisieren.
Für die gemischte Fertigung von Werkstücken mit einer Länge von bis zu 1330 mm (2000 mm) und kubischen Fünf-Achs-Werkstücken bis zu einem Hüllkreisdurchmesser von 600 mm bietet Hedelius die RS605-K20-Baureihe an. Die RS605 K20 ist ein kombiniertes Drei- und Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum ausgerüstet mit einem festen Maschinentisch im linken Arbeitsraum und einer Dreh-Schwenktischeinheit im rechten Arbeitsraum (Bild 3).
Auf dem festen Maschinentisch können Werkstücke mit einer Länge von 1330 mm bearbeitet werden. Durch Überspannen auf den Drehschwenktisch, dessen Aufspannfläche auf gleicher Höhe wie der feste Maschinentisch liegt, lassen sich sogar Werkstücke bis 2000 mm Länge bearbeiten.
Arbeitsraumtrennwand ermöglicht Pendelbearbeitung
Durch Einschieben einer Arbeitsraumtrennwand entstehen zwei Arbeitsräume, die eine Pendelbearbeitung ermöglichen. Das heißt, während die Maschine in einem Arbeitsraum ein Werkstück bearbeitet, können im anderen Arbeitsraum Nebenarbeiten wie Umspannen oder Vorrichtungswechsel vorgenommen werden. Die unproduktiven Nebenzeiten werden so um bis zu 30% reduziert.
Zur weiteren Optimierung der Produktionsabläufe lassen sich die Maschinen mit einem 190-fach-Stand-by-Magazin ausrüsten. Das Stand-by-Magazin ist als Schrank ausgeführt, der platzsparend hinter der Maschine steht.
Zu Beginn eines NC-Progammes werden die für das Werkstück benötigten Werkzeuge definiert. Die Steuerung vergleicht, welche Werkzeuge sich bereits im Werkzeugmagazin der Maschine befinden und welche fehlen. Die fehlenden Werkzeuge werden automatisch vom Stand-by-Magazin in das Hauptmagazin der Maschine eingewechselt. Anschließend erfolgt die Abarbeitung des NC-Programmes.
Im oben betrachteten Werkstückmix sind bei einem Produktwechsel durchschnittlich zwölf Werkzeuge neu einzurüsten. Der manuelle Wechsel benötigt wie schon geschildert etwa 12 min. Mit dem Stand-by-Magazin wird die Werkzeugrüstzeit um über 60% auf 4 min reduziert, und das automatisch, ohne Eingreifen eines Mitarbeiters.
* Denis Hempelmann ist Vertriebsleiter der Hedelius Maschinenfabrik GmbH in 49716 Meppen
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